Schwimmen: Zwei weitere EM-Chancen für Schreiber

25.05.2012 21:53 Uhr | Aktualisiert 25.05.2012 22:45 Uhr
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Daniela Schreiber (l.)

Daniela Schreiber (l.) darf in der Lagenstaffel ran, Britta Steffen nicht. (FOTO: MZ)

Von Petra Szag
Nach vier anstrengenden EM-Tagen und zwei Medaillen - Gold mit der Freistilstaffel und Bronze im Einzelrennen über 100 Meter - hat Daniela Schreiber den Freitag genutzt, noch einmal durchzuatmen.
Debrecen/Halle (Saale)/MZ. 

Ganz leise klingt ihre Stimme und ziemlich geschafft. "Heute ist Ausruhen angesagt", haucht Daniela Schreiber im Zimmer ihres Debrecziner Hotels förmlich ins Telefon. Nach vier anstrengenden EM-Tagen und zwei Medaillen - Gold mit der Freistilstaffel und Bronze im Einzelrennen über 100 Meter - bot sich der Freitag an, noch einmal durchzuatmen. "Ich hatte schließlich schon sieben Starts auf sehr hohem Niveau", sagt die 22-Jährige.

Dass sie platt war, hatte auch ihr Trainer Frank Embacher gesehen. Deshalb haben beide zusammen entschieden, die kräftezehrenden Rennen über 200 Meter am Freitag auszulassen. Denn die Hallenserin hat noch zwei Möglichkeiten, ihre Bilanz aufzubessern. Schreiber: "Über 50 Meter rechne ich mir mehr aus als über die 200." Noch eine Medaille? Sie lacht: "Da muss wirklich alles passen." Optimaler Start, passgenauer Anschlag. Der Sprint ist auch ein bisschen Glücksache, da sei alles möglich, hatte sie vor der Abreise gesagt. Sogar die Norm für einen Einzelstart bei Olympia.

Dafür hat Daniela Schreiber exakt 25,11 Sekunden Zeit. Ohne den mittlerweile verbotenen leistungsfördernden Anzug war sie noch nie so schnell unterwegs. Am Samstag sind die Vorkämpfe, tags darauf, um 17.02 Uhr, das Finale.

Genau eine Stunde hat sie danach Zeit, um noch einmal zur Höchstform aufzulaufen. Dann steigt das Finale über 4 x 100 Meter Lagen. Als beste Deutsche in der kurzen Freistilstaffel erhält sie das Startrecht vor Olympiasiegerin Britta Steffen. Die schwamm 54,21 Sekunden, Schreiber 53,37.

Um fit zu sein, ließ sie am Freitag das Frühtraining aus, schlief lieber ein bisschen länger und setzte sich "mit den Mädels in die Sonne zum Kaffeetrinken". Erst am Nachmittag sprang sie noch einmal ins Becken und feuerte danach ihre Teamkollegen an. Die drücken ihr am Samstag und Sonntag die Daumen.