Schwimmerin aus Halle: Michalak erfüllt ihre Mission

30.07.2012 21:35 Uhr | Aktualisiert 30.07.2012 21:56 Uhr
Theresa Michalak zeigte im Lagen-Vorlauf eine gute Leistung. (FOTO: DPA) 
Von Petra Szag
Auf Teufel-komm-raus ist die 20-Jährige Theresa Michalak aus Halle bei ihrem olympischen Einstand am Montag im Vorlauf über 200 Meter Lagen durch das Becken des Aquatics Centres gejagt. Nach 2:12,75 Minuten schlug ihre Hand an den Beckenrand - es war die elftschnellste Zeit des gesamten Feldes.
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London/Halle (Saale)/MZ. 

Theresa Michalak staunte über sich selbst. "Ich habe nicht gedacht", sagte die Schwimmerin aus Halle am Montag, "dass ich an einem Vormittag schon so schnell schwimmen kann." Auf Teufel-komm-raus ist die 20-Jährige bei ihrem olympischen Einstand am Montag im Vorlauf über 200 Meter Lagen durch das Becken des Aquatics Centres gejagt. Nach 2:12,75 Minuten schlug ihre Hand an den Beckenrand - es war die elftschnellste Zeit des gesamten Feldes. Und zugleich der Einzug in das Halbfinale.

Für Theresa Michalak war damit ihre persönliche Olympia-Mission bereits erfüllt. Überhaupt nur einmal in ihrer Karriere war sie schneller gewesen. Bei der EM im Mai in Debrecen hatte sie in 2:12,27 Minuten ihr London-Ticket gelöst - zu einer für Schwimmerverhältnisse humanen Zeit in den frühen Abendstunden. "Der Einzug ins Halbfinale war mein großes Ziel. Das, was jetzt kommt, ist Zugabe", sagte Michalak.

Für das Halbfinale sah sie trotz aller Zufriedenheit und Euphorie noch Reserven. Auf dem zweiten Teilstück in der Rückenlage glaubt sie noch einige Zehntel herauskitzeln zu können. "Im Vorlauf bin ich zu kurz getaucht und hatte nur zehn statt wie sonst üblich zwölf Beinschläge." Wäre ihr der Lapsus nicht passiert, hätte sie sogar Historisches vollbringen können. Denn den deutschen Rekord auf dieser kräftezehrenden Distanz hält Ute Geweniger. Diese hatte einst 2:11,73 Minuten vorgelegt - vor 31 Jahren. Michalak: "Den Rekord zu knacken, ist mein Traum."