Sportpolitik: Deutsche Sporthilfe nimmt fünf neue Mitglieder auf

15.05.2012 16:56 Uhr | Aktualisiert 15.05.2012 16:56 Uhr
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Von Frank Thomas
Die Deutsche Sporthilfe hat ihre Aufnahmekriterien für die „Hall of Fame“ des deutschen Sports reformiert. Neben der Erweiterung der Jury um alle noch lebenden Mitglieder der Ruhmeshalle werden in diesem Jahr fünf neue Mitglieder aufgenommen.
Berlin/dpa. 

Die Deutsche Sporthilfe hat ihre Aufnahmekriterien für die „Hall of Fame“ des deutschen Sports reformiert. Neben der Erweiterung der Jury um alle noch lebenden Mitglieder der Ruhmeshalle werden in diesem Jahr fünf neue Mitglieder aufgenommen, die sich vor allem durch besondere Biografien auszeichnen und nicht allein für sportlichen Erfolg stehen. „Wir haben akzeptiert und gelernt, dass es sehr unterschiedliche Meinungen zu Sport-Karrieren gibt“, erklärte Michael Ilgner, der Vorstandsvorsitzende der Sporthilfe, am Dienstag in Berlin zu den heftigen Diskussionen um die Nichtaufnahme des ostdeutschen Radsport-Idols Gustav Adolf „Täve“ Schur im vergangenen Jahr. „Diesmal würdigen wir fünf Persönlichkeiten, die den Besonderheiten der deutschen Geschichte Rechnung tragen und die Rolle des Sports in verschiedenen gesellschaftlichen Systemen widerspiegeln“, fügte Ilgner hinzu.

Am 25. Mai werden bei der Benefizgala „Goldene Sportpyramide“ in Berlin die nordische Skisportlerin und Biathletin Antje Harvey- Misersky und ihr Vater Henner Misersky (besondere Biografie durch das Thema Doping), der Chemnitzer Radfahrer Wolfgang Lötzsch (besondere Biografie durch die DDR-Zeit), Ruder-Olympiasieger Hans Lenk (besondere Biografie im Einsatz für die Werte des Sports) und die ehemalige Hochspringerin Gretel Bergmann-Lambert (besondere Biografie durch die NS-Zeit) in die „Hall of Fame“ aufgenommen.