SV Halle Lions: Regisseurin Daphanie Kennedy verlängert Vertrag

05.06.2012 23:30 Uhr | Aktualisiert 06.06.2012 21:22 Uhr
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Fans feiern das Team

Die Fans in der Burghalle feiern Daphanie Kennedy und das Team. (FOTO: LÖFFLER)

Daphanie Kennedy unterschreibt einen neuen Vertrag bei den Lions. Die 25-jährige Amerikanerin hatte neben Tamara Tatham den größten Anteil daran, dass die Hallenser Basketballerinnen vor gut drei Wochen sensationell die deutsche Vizemeisterschaft feiern konnten.
Halle (Saale)/MZ. 

Ralph Gonschorek ist freudig erregt. Kein Wunder. Nach der tollen Information aus Las Vegas durfte sich der Geschäftsführer der SV Halle Lions als Gewinner fühlen. Und er teilte die Nachricht gern. "Daphanie Kennedy spielt auch in der kommenden Saison für uns", sagte er. Das ist tatsächlich ein Coup: Die 25-jährige Amerikanerin hatte neben Tamara Tatham den größten Anteil daran, dass die Hallenser Basketballerinnen vor gut drei Wochen sensationell die deutsche Vizemeisterschaft feiern konnten. Und trotzdem hatte kaum jemand geglaubt, dass der Star zu halten sein würde. Irrtum. Kennedy unterzeichnete sogar einen Vertrag mit einer Option auf eine weitere Saison.

Dabei hätte sie anderswo weitaus mehr verdienen können als in Halle, wo sich der Etat für die kommende Spielzeit erneut nur um die 180 000 Euro bewegen dürfte. "Allerdings haben wir natürlich im Vergleich zu ihrem letzten Kontrakt etwas draufgelegt", sagt Gonschorek. Aber nicht nur deshalb schlug Kennedy Angebote aus dem Ausland aus. "Ich habe mich einfach richtig wohlgefühlt in Halle. Die Organisation ist gut und unsere Fans sind einfach klasse", ließ sie Gonschorek in einem Telefonat wissen. Und dann sagte sie noch: "Ich fühle mich irgendwie so, als wäre ich allen noch etwas schuldig." Der Publikumsliebling, der nach der dramatischen Niederlage im fünften Finalspiel in Wolfenbüttel bittere Tränen vergossen hatte, möchte die Lions als Regisseur zum Titel führen. So klingt es.

Dass sie das Zeug dazu hat, ist längst bewiesen. Erst im Januar stieß Daphanie Kennedy zum Team. In ihren 19 Spielen im Löwentrikot erzielte sie in 33 Minuten Einsatzzeit pro Spiel 15 Punkte, eroberte fünf Rebounds, gab drei Vorlagen - alles im Durchschnitt - und wurde die Drittbeste der Liga bei den Ballgewinnen pro Spiel.

Kein Wunder also, dass sich auch der neue Trainer Patrick Bär über den Vertrag mit Kennedy freut: "Ich bin sehr froh, dass mit ihr eine wichtige Führungsspielerin gehalten werden konnte. Sie hat ein feines Gespür, ist in der Lage gezielt Verantwortung zu delegieren, weiß aber, wann es wichtig ist, den entscheidenden Schritt selbst zu gehen. Ihre Präsenz wird uns ungemein helfen", ließ er via Lions-Hompage wissen. Eine Rückholaktion von Amanda Rego, die unter Bär in Nördlingen gespielt hat und worüber deshalb spekuliert worden war, dürfte vom Tisch sein. Zwei US-Regisseurinnen können sich die Lions kaum leisten.