Tennis: Haas in Runde zwei bei ATP-Turnier

10.07.2012 22:58 Uhr | Aktualisiert 10.07.2012 23:00 Uhr
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Tommy Haas

Tommy Haas bedankte sich nach seinem Sieg beim Publikum. (FOTO: DPA)

Von Hans-Peter Sick
Tommy Haas ist beim 34. ATP-Tennisturnier am Stuttgarter Weissenhof in die zweite Runde eingezogen. Der Deutsch-Amerikaner besiegte nach 96 Minuten Igor Andrejew in drei Sätzen mit 4:6, 6:2, 6:2.
Stuttgart/dapd. 

Tommy Haas ist beim 34. ATP-Tennisturnier am Stuttgarter Weissenhof in die zweite Runde eingezogen. Der Deutsch-Amerikaner besiegte nach 96 Minuten den Qualifikanten Igor Andrejew in drei Sätzen mit 4:6, 6:2, 6:2.

Dabei konnte er gleich seinen ersten Matchball verwandeln. Begonnen hatte das Spiel mit einem Break für den Russen zum 1:0, als sein an Position acht gesetzter Gegner sich einen Doppelfehler leistete. In der Folge haderte der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gelangte 52. der Weltrangliste immer wieder mit seinem Spiel.

Im zweiten Satz drehte der 34 Jahre alte gebürtige Hamburger Haas bei dem mit 410.175 Euro dotierten Turnier den Spieß um und ging mit einem Break zum 2:0 in Führung. Auch im dritten Durchgang startete der Weissenhof-Finalist von 1999 vor knapp 4.000 Zuschauern mit einem Break wiederum zum 2:0 gegen seinen sechs Jahre jüngeren Gegner, der auf Platz 89 der Weltrangliste notiert wird.

„Es waren heute wechselnde Bedingungen mit Sonne, Regenwolken und auch heftiger Wind, da muss man sich ständig neu darauf einstellen“, sagte Haas, der von seiner Verlobten Sara Foster und seiner älteren Schwester Sabine immer wieder lautstark angefeuert wurde. „Zudem habe ich gleich katastrophal begonnen. Da konnte ich am Ende mit dem Ergebnis wirklich zufrieden sein“, sagte der Sieger des Rasenturniers von Halle/Westfalen vor drei Wochen.

Zwtl.: Haas trifft im Achtelfinale auf wenig bekannten Slowaken

Im Achtelfinale wartet am Donnerstag in Pavol Cervenak ein weiterer Qualifikant auf Tommy Haas. Der Slowake schickte den Ukrainer Sergej Stachowski nach drei Sätzen mit 6:1, 4:6, 6:1 nach Hause. „Ich kenne ihn nicht, ich muss mich jetzt erst einmal erkundigen, wie er spielt“, sagte Haas. Einziger deutscher Sieger am Weissenhof war bisher Michael Stich, der das Turnier 1991 gewann.

In Björn Phau (Köln) und Tobias Kamke (Hamburg) waren zuvor zwei weitere deutsche Spieler in die zweite Runde eingezogen. Phau schaltete den Qualifikanten Martin Fischer (Österreich) in zwei Sätzen 6:3, 6:3 aus und trifft in der nächsten Runde am Mittwoch auf den Tschechen Lukas Rosol. Tobias Kamke ließ dem Italiener Flavio Cipolla beim 6:3, 6:4 keine Chance. Auf ihn wartet nun am Donnerstag in dem an Nummer zwei gesetzten Argentinier Juan Monaco ein dicker Brocken.

Petzschner verletzte sich beim Kindergeburtstag

Bereits vor dem ersten Ballwechsel hatte Philipp Petzschner (Bayreuth) aufgeben müssen. Der 28 Jahre alte Olympiateilnehmer hatte sich am Samstag beim Kindergeburtstag seines Sohnes eine Verletzung an der Lendenwirbelsäule zugezogen. „Beim Fußballspiel hat sich ein Wirbel verschoben“, sagte der 91. der Weltrangliste, dessen Start bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) aber nicht in Gefahr sei.

Bereits am Montag war der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gelangte Dustin Brown (Winsen/Aller) durch einen Dreisatzsieg (7:5, 3:6, 7:6) über den ehemaligen Weltmeister Nikolai Dawidenko sensationell in die zweite Runde eingezogen.

Nächster Gegner für Dustin Brown ist am Mittwoch der Franzose Benoit Paire. Damit qualifizierten sich bereits vier deutsche Spieler für die zweite Runde. Am Abend hatte noch Lokalmatador Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz) die Chance als fünfter deutscher Spieler ins Achtelfinale einzuziehen.