Tennisprofi Tommy Haas befindet sich zwei Wochen vor den US Open (27. August bis 9. September) weiter in guter Form. Beim Masters-Turnier in Toronto zog der gebürtige Hamburger nur wenige Tage nach seiner Finalniederlage in Washington ins Viertelfinale ein und wurde erst vom Australien-Open-Sieger Novak Djokovic gestoppt. Beim WTA-Turnier in Montreal kam für die deutsche Nummer eins Angelique Kerber bereits im Achtelfinale das Aus.
Haas, der durch seine jüngsten Erfolge bis auf Platz 25 der Weltrangliste geklettert ist, leistete Vorjahressieger Djokovic großen Widerstand und musste sich erst nach fast zweieinhalb Stunden mit 3:6, 6:3, 3:6 geschlagen geben. Der serbische Haas-Bezwinger traf am späten Sonntagabend im Finale der mit 2.648.700 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung auf Richard Gasquet (Frankreich/Nr. 14). „Es ist Zeit, sich zurückzulehnen und neue Ziele zu formulieren. Aber im Moment bin ich damit beschäftigt, gut Tennis zu spielen“, hatte Halle-Sieger Haas zuletzt gesagt, Gedanken an eine Karrierende sind dem 34-Jährigen fremd.
Seine Tochter Valentina, die im November zwei Jahre alt wird, solle noch sehen, was er da tue. Den Feinschliff für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres holt sich der Finalist von Hamburg wie auch Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Florian Mayer (Bayreuth) beim Masters in Cincinnati (12. bis 19. August). Für Haas gibt es bei der mit 2.825.280 Dollar dotierten Veranstaltung in der ersten Runde ein Wiedersehen mit David Nalbandian. Den argentinischen Ex-Masterssieger hatte der Wahl-Amerikaner zum Auftakt in Toronto ausgeschaltet. Kohlschreiber, in Cincinnati an Nummer acht gesetzt, trifft zunächst auf Brian Baker (USA), Mayer bekommt es mit einem Qualifikanten zu tun.
Das Feld bei der US-Open-Generalprobe führt der Olympia-Zweite Roger Federer (Schweiz) an. In Toronto war die deutsche Nummer eins Kohlschreiber im Achtelfinale am Weltranglistenelften John Isner (USA) gescheitert, für Mayer kam das Aus gegen Marcel Granollers (Spanien) bereits in der zweiten Runde. Für den Stuttgarter Michael Berrer erwies sich Auftakthürde Bernard Tomic (Australien) als zu hoch. In Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio will auch Angelique Kerber aus Kiel Wiedergutmachung betreiben. Beim Turnier der Premier-Serie in Montreal unterlag die Weltranglistensiebte der 21 Plätze schlechter eingestuften Italienerin Roberta Vinci bereits in der Runde der letzten 16 mit 2:6, 6:7. Sabine Lisicki (Berlin) und Mona Barthel (Bad Segeberg) waren in der zweiten, Julia Görges (Bad Oldesloe) in der ersten Runde gescheitert.
Im Halbfinale der mit 2.168.400 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung standen sich am Sonntagabend die frühere French-Open-Siegerin Li Na (China/Nr. 10) und Lucie Safarova (Tschechien/Nr. 16) sowie Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 5), Wimbledon-Siegerin von 2011, und die ehemalige Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 7) gegenüber.