Ein Tischtennisspieler spielt den Ball. (FOTO: DPA)
Der Klassenerhalt war schon zuvor gesichert worden, was die Mannen um die Brüder Roß optimistisch in die Zukunft blicken lässt. Dann wird die letzte Saison in der Oberliga Nordost folgen. Den dann ebenfalls sicheren Klassenerhalt vorausgesetzt, spielt der MSV ab Herbst 2013 in der Mitteldeutschen Oberliga mit Teams aus Sachsen und aus Thüringen um die Punkte.
Dafür haben die Hettstedter bereits die Weichen gestellt. Denn die Verpflichtung des 15-jährigen Paraguayer Alejandro Toronzos ist laut Robert Roß vom MSV bereits in trockenen Tüchern. "Bei der Weltmeisterschaft der Herren in Dortmund hat der Angriffsspezialist einige Spitzenspielern das Fürchten gelehrt", so Roß. Ob das Niveau in der Mitteldeutschen Oberliga höher sein wird? "Das kann man noch nicht abschätzen", sagt Roß weiter. Fakt ist: Die Hettstedter sind gerüstet. Wenn auch in dieser Saison nicht alles nach Wunsch lief, die Hettstedter dürfen und müssen zufrieden sein. Was viele vergessen: Der als Nummer Eins verpflichtete Kolumbianer Santiago Altehuorta kam wegen einer schweren Erkrankung seiner Schwester erst gar nicht nach Hettstedt und Victors Sirokijs sowie Diego Rodriguez standen nicht immer zur Verfügung. Rodriguez ist mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrt und Sirokijs musste seine Spiele am Wochenende wegen seiner Handverletzung allesamt kampflos abgeben. Umso höher einzuschätzen sind die Resultate. Zwar hieß es bei den Reinickendorfer Füchsen 6:9. Mit voller Kapelle und bei mehr Nervenstärke wäre aber mehr drin gewesen.
Mithin gelang am Sonntag noch ein 8:8 gegen den Tabellendritten SC Charlottenburg. Dabei führten die Hettstedter nach der ersten Runde schon 6:3, doch Robert Roß gegen Popal, den besten der Liga, und Jens Beckmann gegen seinen einstigen Teamkameraden Bülow, fehlte etwas Glück in engen Spielen. Christian Roß, zum Ende der Saison immer stärker geworden, steuerte Einzelsiege gegen Bülow und Kühne. Nachdem Eric Hess, zuvor Sieger in fünf Sätzen, in seinem zweiten Einzel die Chance auf den achten Punkt vergab, blieb es Sascha Michaelis vorbehalten, diesen zu holen. Er rechtfertigte damit einmal mehr seinen Einsatz, holte er doch aus seinen sechs Spielen mithin vier Punkte und verdiente sich so das Prädikat oberligareif.