Mark Cavendish zeigt es an: der vierte Sieg in Folge in Paris. (FOTO: REUTERS)
Auf der Zielgeraden der Tour de France hat Mark Cavendish die Hierarchie in der Welt der Sprinter bestätigt. Der englische Weltmeister beherrschte am Ende der 20. und letzten Etappe der 99. Frankreich-Rundfahrt die Anfahrt auf die prestigeträchtigste Ankunft der Frankreich-Rundfahrt und gewann auf den Champs-Élysées das Rennen der schnellen Männer mit einer exklusiven Souveränität. Cavendish siegte zum vierten Mal in Folge auf der großen Prachtavenue der französischen Hauptstadt.
Am Sonntag erhöhte Cavendish seine Tagessieg-Sammlung bei der wichtigsten Rundfahrt der Welt auf 23 - und belegt in dieser Statistik nun Rang vier der Tour-Bestenliste hinter dem Belgier Eddy Merckx (34 Siege), Bernard Hinault aus Frankreich (28) und dessen Landsmann André Leducq (25).
Der Rostocker André Greipel, der wie Cavendish drei Etappenerfolge bei dieser Tour erreichte, konnte nicht in die Entscheidung eingreifen. Schon in den letzten Tagen erklärte er, dass ihm nach fast 3 500 in drei Wochen absolvierten Kilometern die Kraft fehlt. "Ich bin schlicht müde", sagte Greipel nach seinem achten Rang in Paris. Sein Lotto-Sprintzug funktionierte nicht. Cavendish wurde auf den letzten Kilometern von seinem Sky-Team am besten unterstützt.
Das Grüne Trikot des Punktbesten aber war für Cavendish und Greipel außer Reichweite. Dafür war der slowakische Tour-Debütant Peter Sagan, der ebenfalls drei Etappen gewann, auf den welligen Etappen zu stark. Der Franzose Thomas Voeckler entschädigte seine Landsleute, die seit 1985 auf einen Toursieger der "Grande Nation" warten, mit dem Gepunkteten Trikot des besten Bergfahrers.