Die KSG Holdenstedt / Beyernaumburg hat sich hierzulande längst einen Namen gemacht. Nachwuchs-, Frauen-, Oldie- und natürlich die Männer-Mannschaften haben dafür gesorgt, dass die KSG weit über die Grenzen von Holdenstedt / Beyernaumburg hinaus bekannt ist. Aber die Antwort darauf, was eigentlich KSG heißt, müssen selbst viele der selbst ernannten Experten schuldig bleiben. Dabei ist es nicht schwer: KSG heißt Kommunale Sportgemeinschaft. In eben jener Sportgemeinschaft wurden Akteure aus Holdenstedt und Beyernaumburg integriert. Und das vor genau 40 Jahren.
Grund genug, eine dreitägige Feier auf den Plan zu setzen. Vom Freitag bis Sonntag geht es dabei rund. Ganz klar, dass auch der Blick in die Zeit vor 40 Jahren zurückgeht. Ernst Koch, Karli Töpfer und Herbert Wernicke waren die Haupt-Aktionäre des Zusammenschlusses. Und sie hatten Visionen.
"Es kam darauf an, zwei Fußballvereine aus zwei verschiedenen Ortschaften mit Konkurrenzdenken zusammenzuführen", so Gerald Ruppe, selbst jetzt ein Vierteljahrhundert in verantwortungsvoller Funktion bei der KSG tätig. Das war nicht so einfach in die Realität umzusetzen. Es gab genügend Vorurteile und unzählige Diskussionen. "Ganz klar, die ersten Jahre gab es schon Probleme, doch das hat sich im Lauf der Zeit zum Glück gegeben. Mittlerweile sind Holdenstedt und Beyernaumburg im Sport zusammengeflossen", so Ruppe weiter.
Das wiederum liegt mit Sicherheit daran, dass es den Verantwortlichen gelang, nicht nur den Sport in beiden Ortschaften am Leben zu erhalten, sondern auch die beide Sportanlagen. Sowohl der Sportplatz in Beyernaumburg, als auch der in Holdenstedt sind in sehr gutem Zustand. "Das hat uns in der Vergangenheit viel Kraft gekostet und wird auch in Zukunft so sein", blickt Gerald Ruppe voraus.
Wohl wissend, dass er sich auf eine große "Streitmacht" verlassen kann. Rund 170 Mitglieder sind heute in der Kommunalen Sportgemeinschaft aktiv. Nicht alle sind Fußballer, auch die vier Gymnastikgruppen und die "Montagsmaler" (Hobby-Kicker) sind fest integriert.
Dennoch, auch das wissen Gerald Ruppe und seine Mitstreiter: Bei der KSG gibt es nicht nur Sonnenschein. "Wir haben immer von einem großen Qualitätssprung geträumt. Das hat nicht immer geklappt. Sicherlich sind nicht alle Träume in Erfüllung gegangen, aber eine spielstarke Gemeinschaft sind wir allemal", sagt er.
Und spricht ein weiteres "Sorgenkind" an. Nach vielen erfolgreichen Jahren warf die Frauenmannschaft am Ende der vergangenen Saison das Handtuch. Das wurmt die Verantwortlichen. "Die Neu-Aktivierung des Frauenfußballs bei der KSG steht auf unserem Aktionsprogramm ganz oben", sagt Gerald Ruppe und verweist auf das Frauen-Fußballspiel am Samstag zwischen der KSG und Gröbzig. "Mit dem Freundschaftsspiel wollen wir eine neuen Anfang und neue Motivation schaffen", fügt er hinzu.
Ohnehin haben die Verantwortlichen bei der KSG nicht gekleckert, sondern geklotzt. Immerhin suchten sie sich mit dem VfB Auerbach einen Testspielgegner, der als frischgebackener Aufsteiger zur Regionalliga feststeht.
Und auch wenn in den nächsten Jahren viele Fußball-Experten mit der "Langform" der Abkürzung KSG ihre Probleme haben werden, die Kommunale Sportgemeinschaft wird auch weiterhin für ein positives Beispiel eines Zusammenschlusses von "einst konkurrierenden" Vereinen bleiben.