Ein Volleyballer blockt den Ball. (FOTO: ARCHIV/DPA)
Die für den 2. Juni in Dessau und den 3. Juni in Nordhausengeplanten Länderspiele gegen Ägypten wurden am Donnerstag abgesagt. Der Grund: Die Ägypter hatten Ihre Visumanträge nicht rechtzeitig eingereicht. Demnach wird die deutsche Mannschaft kein weiteres Vorbereitungsspiel mehr vor der Olympia-Qualifikation in Berlin machen, andere angefragte Mannschaften waren nicht verfügbar.
Bundestrainer Vital Heynen zieht auch aus diesem negativen Umstand etwas Positives: "Johan Cruyff sagt immer, dass jeder Nachteil auch einen Vorteil hat. In diesem Fall finde ich es nicht so schlecht, dass wir endlich einmal eine ganze Woche trainieren können. Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir gut spielen können. Nun können wir uns ganz auf Indien, Kuba und Tschechien vorbereiten. Mir tun nur die Ausrichter in Dessau und Nordhausen Leid." Über Kontakte zum Auswärtigen Amt war am 30. Mai zu erfahren, dass in der Kürze der Zeit keine Visumerstellung bis Freitag ermöglicht werden könne. Der Ägyptische Volleyball-Verband hatte offensichtlich am 28. Mai seinen Visumantrag bei der deutschen Botschaft in Kairo zurückgezogen - ohne den DVV zu informieren.
Dementsprechend verärgert ist man beim DVV. Den Ausrichtern in Dessau und Nordhausen, die sich in aller Kürze für die Ausrichtung der Spiele bereit erklärt hatten, stellt der DVV für die angefallenen Mühen und Kosten Länderspiele in diesem oder nächsten Jahr in Aussicht.