Burgenlandkreis: Ausschuss für Fusion der Abwasserverbände

08.08.2012 15:03 Uhr | Aktualisiert 08.08.2012 20:01 Uhr
Das Abwasser aus dem ZAW-Gebiet landet im Weißenfelser Klärwerk, hier analysiert Laborantin Monika Merkel eine Probe. (FOTO: PETER LISKER) 
Von andreas richter
Der Teucherner Hauptausschuss hat einer Fusion der drei Abwasserzweckverbände der Region mehrheitlich zugestimmt und dem Stadtrat eine entsprechende Beschlussempfehlung gegeben.
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teuchern/MZ. 

Drei Ausschussmitglieder stimmten für den Zusammenschluss, einer war dagegen, zwei enthielten sich der Stimme.

Auf den Tischen der Räte lag der von einer Arbeitsgruppe in zähen Verhandlungen ausgearbeitete Fusionsvertrag. Danach sollen der Zweckverband für Abwasserentsorgung Weißenfels (ZAW), der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Bad Dürrenberg (ZWA) und der Abwasserzweckverband Saale-Rippachtal (AZV) zu Jahresbeginn 2013 zu einem Wasserverband Saale-Rippachtal verschmelzen. Die in den bisherigen Zweckverbänden vertretenen Kommunen beraten nun in ihren Gremien darüber, ob ihre Vertreter in den Verbandsversammlungen für oder gegen eine Fusion stimmen sollen. Teuchern ist mit je einem Vertreter in den Verbandsversammlungen des ZWA und des AZV (für die Ortschaft Nessa) vertreten.

Teucherns Bürgermeister Frank Puschendorf (parteilos) warb im Hauptausschuss grundsätzlich für einen Zusammenschluss. Er verwies unter anderem auf die Gebührenprognose für die nächsten Jahre. Die Gebühren würden zwar definitiv steigen, doch im Falle einer Fusion würde der Anstieg zumindest geringer ausfallen als bei einer weiteren Eigenständigkeit der Zweckverbände. Die Tatsache, dass die Bürger trotz Zusammenschluss tiefer in die Tasche werden greifen müssen, war für den Trebnitzer Bernd Schuster (Die Linke) ein wesentlicher Grund die Fusion abzulehnen. Deubens Ortsbürgermeister Manfred Blache (parteilos) meinte hingegen, dass sich bei einer Ablehnung der Fusion für die Bürger nichts ändern werde. Er kritisierte jedoch, dass Teuchern wie andere Mitglieder auch eine Trinkwasserumlage an den neuen Verband zahlen soll, obwohl die Stadt, die zum südlichen Verbandsgebiet des ZWA gehört, nicht vom Bad Dürrenberger Verband sondern von der Midewa mit Trinkwasser versorgt wird.

Teucherns Ortsbürgermeister Lothar Gieler (parteilos) plädierte "trotz Bauchschmerzen" ebenfalls für einen Zusammenschluss. Für eine Straffung der Strukturen spreche vor allem auch der zu erwartende weitere Rückgang der Bevölkerung im Gebiet der drei Abwasserverbände.