Ein Blitzer steht am Straßenrand. (SYMBOLFOTO: DPA)
Da wollten die Polizisten ihrem Blick auf die Messgeräte kaum trauen. Wie ein Blitz raste ein Motorradfahrer am Donnerstag stadteinwärts durch die Göteborger Straße in Lützen, die Messgeräte erfassten ihn trotzdem: 171 Kilometer pro Stunde zeigten sie an. Geldstrafe, Punkte in Flensburg und ein Dasein als Fußgänger werden die Folgen sein. Dieser Vorfall war laut Jörg Bethmann, Pressesprecher des Reviers Burgenlandkreis, das herausragende Ereignis des polizeilichen Großeinsatzes zur Verkehrssicherheit am Donnerstag (die MZ berichtete).
Darüber hinaus gab es allerlei kleinere und größere Sünden, die festgestellt wurden. 6 257 Fahrzeuge wurden insgesamt an dem Tag im Burgenlandkreis kontrolliert. Es gab 207 Geschwindigkeitsverstöße. 99-mal wurde Bußgeld verhängt, in 35 Fällen ein Fahrverbot. Geahndet wurden 105 Fälle, in denen Fahrer den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten. 21 Kraftfahrer wurden zur Kasse gebeten, da sie während der Fahrt mit dem Handy telefonierten.
Schwerpunkt des Einsatzes war der Raum Weißenfels, wo von 6 bis 22 Uhr kontrolliert wurde. Daher sind dort auch rund die Hälfte aller Verstöße festgestellt worden. Im Bereich Zeitz und Naumburg war die Polizei nachmittags und abends im Einsatz. Aber auch dort gab es genug zu tun, zum Beispiel bei 84 Temposündern auf Straßen in und um Zeitz.