Burgenlandkreis: Bunte Zuckertüten werden von den Bäumen gepflückt

08.05.2012 18:55 Uhr | Aktualisiert 08.05.2012 20:14 Uhr
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Kinder der Kita «Anne Frank»

Hurra: 16 Mädchen und Jungen aus der Kita «Anne Frank» Hohenmölsen sind bald Schulkinder. (FOTO: PETRA WOZNY)

Von Petra Wozny
62 Mädchen und Jungen aus der Einheitsgemeinde werden im Sommer eingeschult und feiern jetzt Abschied von der Kindergartenzeit.
Hohenmölsen/MZ. 

Sie sind ein wenig dürr, erinnern eher an einen Besenstiel als an einen Baum. Dass diese "Stöcke" in ein, zwei Jahrzehnten stattliche Bäume sein werden, können sich die Sechsjährigen nicht vorstellen. Dennoch sind sie auf dem Gelände des ehemaligen Bades in Hohenmölsen, dem "Sternentor", ganz eifrig bei der Sache. Aus Anlass ihres Zuckertütenfestes pflanzen die künftigen Erstklässler aus der Hohenmölsener Kindereinrichtung "Anne Frank" zwei Stiel-Eichen. "Wenn ihr aus der Schule kommen werdet, also in zehn bis zwölf Jahren, werden das stattliche Bäume mit großen Kronen sein", verspricht Kita-Leiterin Marion Heyne.

Abschied wird gefeiert von 16 Mädchen und Jungen - 16 Zuckertüten hängen als Geschenk in einem Baum. "Natürlich ist das immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden", gibt Ute Hom, neben Judith Heller, eine der beiden Erzieherinnen der großen Gruppe, zu. Fünf Jahre haben sie die Kinder begleitet und ihnen viel beigebracht. "Es ist schön zu sehen, wie sie zu selbstbewussten kleinen Persönlichkeiten geworden sind", freut sich Judith Heller, die unumwunden zugibt, seit 30 Jahren in ihrem Traumberuf zu arbeiten.

Zu Beginn ihrer Kindertagesstätten-Zeit hätten die Kleinen kaum auf den eigenen Beinen stehen können. Heute, das singen die Steppkes den Eltern im Zuckertütenfestprogramm auch vor, können sie mehr als nur die Schuhe allein zubinden. Sie zählen, schreiben ihren Namen in Druckschrift, können viele Lieder und tragen Verantwortung für ein Patenkind in der Kindereinrichtung.

"Auch uns Eltern fällt es schwer, Abschied von der Einrichtung zu nehmen", schildert Anja Hom-Renner, deren Jette eingeschult wird. "Wir Eltern haben uns prima verstanden und versucht, die Erzieherinnen bei den unterschiedlichsten Projekten zu unterstützen." Das bestätigt Doreen Fuchs, die in der Einrichtung ihre Tochter Samira gut aufgehoben wusste. "Manchmal bin ich nach der Nachtschicht als Krankenschwester gleich zu einer Veranstaltung in die Kita gefahren. Es ist hier ein Nehmen und Geben. Und, wenn die Eltern in einer Kindereinrichtung gern gesehen sind, dann macht das auch Spaß." Während die künftigen Erstklässler sich auf den Schnuppertag in der Grundschule-Nord von Hohenmölsen freuen, beschäftigt sich die Kita-Leiterin Marion Heyne bereits mit den Neuzugängen. 14 Anmeldungen liegen bereits vor.