«Vielleicht habe ich zu menschlich gehandelt.» meint Bürgermeister Frank Puschendorf. (FOTO: Peter Lisker )
Allerdings wurde diese laut Amtsleiterin Ulrike Hartmann wieder an den Teucherner Rat zurückgegeben, mit dem Hinweis, dass der erst einmal dafür zuständig sei. Zum Inhalt wollte sich Hartmann aufgrund der Nicht-Öffentlichkeit von Personalangelegenheiten nicht äußern. Schuster und auch der Stadtratsvorsitzende Wolfgang Emmerich (CDU) gaben ebenfalls gegenüber der MZ keinen Kommentar ab.
Puschendorf verwies auf ein schwebendes Verfahren, wollte aber klarstellen, "dass ich mir kein Fehlverhalten vorzuwerfen haben." Zumindest andeutungsweise redet er aber von fehlerhaften Terminabsprachen. Erst Stadtratsmitglied Herbert Rosenthal (CDU) ließ die Katze aus dem Sack. Laut ihm geht es um einen Auftrag an die Firma des Trebnitzer Ortsbürgermeisters Rüdiger Landgraf von Ende 2010. Die Leistungen, die er zu erfüllen hatte, verzögerten sich über Monate, obwohl zwischendurch schon Geld geflossen war. Das wurde im Stadtrat moniert. Puschendorf wird vorgeworfen, nicht genügend Druck ausgeübt zu haben, damit der Auftrag schnell erfüllt wird. "Das ist rund der Hälfte der Stadträte bitter aufgestoßen", erklärte Rosenthal. "Dass nicht geradlinig gearbeitet wurde, zeigt sich auch darin, dass bei einem Beschlussentwurf, mit dem die Dienstaufsichtsbeschwerde abgeschmettert werden sollte, der Beschwerdetext nicht angefügt war." Seiner Meinung nach hat die Beschwerde eine gewisse Berechtigung. "Ich habe aber manchmal auch das Gefühl, dass Herr Schuster die Interessen von Trebnitz zu intensiv vertreten will und da auch mal übers Ziel hinaus schießt", so Rosenthal weiter.
Puschendorf zeigte sich wegen der Anschuldigungen ratlos. "Vielleicht habe ich zu menschlich gehandelt. Jetzt muss ich mir wohl in Zukunft überlegen, ob ich nicht anders an gewisse Dinge herangehen muss", sagte er, betonte aber, dass er nicht nachtragend sei.