Der Großkorbethaer Sebastian Pluta (links) erklärt die alte Feuerwehrtechnik. (FOTO: MZ)
Der 24. Zorbauer Festanger war dem Heimatverein der geeignete Anlass, eine breite Öffentlichkeit in ihren im vorigem Jahr errichteten Neubau zu locken.
"Alte Feuerwehrtechnik passt da doch bestens dazu", meinte Martin Müller, der Vorsitzende des Heimatvereins und Lützener Stadtrat. Und gefunden hat er die Technik in Großkorbetha bei der freiwilligen Feuerwehr. Denn der dortige Ortswehrleiter Erhard Hödel ist Sammler solcher Stücke. Bei ihm sowie in einer Ecke des Großkorbethaer Feuerwehrhauses steht und liegt gewöhnlich, was dieses Mal in Zorbau zur Schau gestellt wurde.
Die Handdruckspritze von 1902, die vor dem Eingang auf die Ausstellung aufmerksam machte, verfehlte ihre Wirkung nicht. Der neunjährige Lucas Günther aus Borau war von ihr ganz begeistert und ließ sich in Begleitung seines Vaters auch gleich noch die jüngeren Pumpen erklären. Andere Gäste des Festangers, wie Angelika Weber und die Ortsbürgermeisterin Renate Pötzsch (parteilos) aus Taucha, bewunderten Gebäude und Ausstellung gleichermaßen. "Toll geworden", sagte Pötzsch.
Ansonsten hatte der Heimatverein auf alt Bewährtes zurückgegriffen, um den Zorbauern und ihren Gästen den Sommerhöhepunkt der Vereinsfeste auszugestalten. Das Kuchenbuffet war reich gefüllt. An Herzhaftes für den Magen war ebenso gedacht. Der Zauberer Narrateau sorgte für große Kinderaugen. Das Programm des "Zwergenhauses", kleine Elektromotorräder, Modenschau, Schützenwettbewerb, Chor- und Tanzvorführungen - vom Umzug Freitagabend mit der Schalmeienkapelle Wernsdorf bis zum Sonntag konnten sich Jung und Alt abwechslungsreich unterhalten.