Burgenlandkreis: Für Konfitüre ins Erdbeerfeld

22.06.2012 19:41 Uhr | Aktualisiert 22.06.2012 20:07 Uhr
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Erdbeerzeit

Schnell sind in Werschen so viele frische Erdbeeren gepflückt. (FOTO: PETER LISKER)

Von HEIKE RIEDEL
Es ist beste Erdbeerzeit! Darin sind sich Landwirt Martin Beck und das Ehepaar Kowaltschik einig. Der Bauer aus Keutschen hat in diesem Jahr an drei Standorten geöffnet, damit sich Kunden ihre Früchte ganz frisch vom Feld holen können.
WERSCHEN/MZ. 

Es ist beste Erdbeerzeit! Darin sind sich Landwirt Martin Beck und das Ehepaar Kowaltschik einig. Der Bauer aus Keutschen hat in diesem Jahr an drei Standorten, so in Werschen, am Bäumchen sowie zwischen Salzmünde und Halle-Dölau, seit Ende drei seiner Felder geöffnet, damit sich Kunden ihre Früchte ganz frisch vom Feld holen können. Wer sich nicht selbst bücken will, für den haben seine mit Hilfe des Arbeitsvermittlers BVU eingestellten Saisonarbeiter, die Körbchen zum Verkauf gefüllt.

Irmgard und Kurt Kowaltschik gehören alljährlich zu seinen Kunden. "Die paar Erdbeeren im eigenen Garten reichen nicht", sagt die Weißenfelserin. "Die Lücken im Keller müssen mit Marmeladengläsern aufgefüllt werden", erklärt ihr Mann. 40 bis 50 Gläser neue Erdbeerkonfitüre koche sie jedes Jahr, die möge ihr Enkel Erik und sie seien auch prima Geschenke. Einen Korb randvoll pflücken die beiden jedes Mal, wenn sie ihr Weg an einem der Erdbeerfelder vorbeiführt. "Es soll nicht zu anstrengend werde, wir wollen uns selbst die besten aussuchen und außerdem kostet es weniger", sagt die Frau.

Noch bis Ende des Monats können die Pflücker aus dem Vollen schöpfen, rechnet Martin Beck. Mit dem Ballon in Gestalt einer Erdbeere gibt er der Öffentlichkeit immer bekannt, dass seine Anbauflächen geöffnet sind. In diesem Jahr musste dort mancher schon bei Nieselregen kommen. Ganz ideal sind die Wetterbedingungen fürs Pflücken nicht. "Doch die auf die Felder kommen, sind meist hart im Nehmen", sagt er lachend. Und die Zeitzerin Antje Held, die seit acht Jahren die Erdbeersaison bei Martin Beck an der Kasse in Werschen mitmacht, kennt schon die meisten Gesichter.

Viele und große Beeren tragen die Pflanzen, das Wetter lässt sie langsam reifen, vier verschiedene Sorten stehen auf jedem der 2,5 bis drei Hektar großen Felder, berichtet Beck. Stroh hält Beeren und Pflanzen einigermaßen trocken - auch wenn es regnet. Von Verlusten muss Beck da nicht sprechen. Wenn Temperaturen um die 20 Grad herrschen, ist er zufrieden.

In diesem Jahr hat der Bauer in Teutschenthal den vierten Standort bepflanzt, auf dem ab dem nächsten Jahr dann geerntet werden kann. Insgesamt 15 Hektar hält er für Erdbeeren vor, das sei gerade das richtige Maß, um den Bedarf in der Region abzudecken, meint er. "Die Erdbeeren sind ein wichtiger Bestandteil meines Betriebes geworden", sieht sich der Landwirt auf dem richtigen Weg.

Die Felder von Martin Beck sind in der Regel von 8 bis 19 Uhr geöffnet, in Werschen bereits ab 7.30 Uhr. Nur bei Starkregen werden sie geschlossen.