Burgenlandkreis: Kleine Forscher ganz groß

14.06.2012 20:47 Uhr | Aktualisiert 14.06.2012 21:09 Uhr
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Projekttag

Elisa Kahl (links) und Selina Scholz filtern Wasser. (FOTO: PETER LISKER)

Von Tobias Heyner
Kinder vom Hort in Großkorbetha lernen in den Privaten Allgemeinbildenden Schulen spielerisch die vier Elemente und ihre Nutzungsmöglichkeiten kennen.
Grosskorbetha/MZ. 

Kann man eine Wassersäuberungsanlage selber bauen? Und was ist ein Sonnenwärmefänger? Das sind nur zwei der Fragen, die die Kinder vom Hort in Großkorbetha nun beantworten können. 21 Grundschüler kamen am Mittwoch im Rahmen des Projektes "Tag der kleinen Forscher 2012" ("Jungforscher fördern") in die Privaten Allgemeinbildenden Schulen (PAS) Großkorbetha, wo ihnen Schüler und Lehrer die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft näher brachten. Für jedes Hortkind gab es ein Forscherdiplom, für den Hort selbst das Zertifikat "Haus der kleinen Forscher".

Björn Hanschke freute sich sehr, nachdem er einen Käfer sowie eine kleine Schnecke in einem Gefäß mit Erde gefunden hatte. Anschließend betrachtete der Achtjährige die Tiere interessiert unter einem Mikroskop, während am Nebentisch ein ebenfalls gefundener Regenwurm per Lupe näher beäugt wurde. Zum Abschluss gab es noch den wohlverdienten Stempelabdruck für die Station Erde in den Forscherpass. "Wer alle vier Stempel zusammen und somit alle Stationen durchlaufen hat, erhält sein Diplom", erklärte Biologie- und Chemielehrerin Ines Bittmann. Die andere Station im Biologieraum hieß Wasser und beschäftigte sich mit dessen Filterung. Die Achtklässlerinnen Amelie Lampe und Ulrike Auerstein (beide 14) erklärten den Kindern das Experiment und befüllten mit ihnen zusammen eine halbierte Plastikflasche mit Kies und Sand. Dann wurde diese auf einem Messbecher platziert und die Kinder gossen verunreinigtes Wasser hinein. "Das ist ja immer noch schmutzig", wunderte sich Lucas Schreiber (9) über das herauslaufende Wasser. "Das liegt daran, dass die Flasche zu klein ist", erläuterte Bittmann, "wenn man den Vorgang mehrmals wiederholt, wird es aber sauberer."

Nach einer halben Stunde erfolgte ein fliegender Wechsel: Die Stationen Erde und Wasser wurden mit den Stationen Luft und Feuer getauscht, welche im Physikkabinett auf die Hortkinder warteten. Gemeinsam mit Frank Mattstedt, Schulleiter der Sekundarschule, sowie Physik- und Mathelehrer, bastelten drei der Mädchen ein Windrad aus Papier, Kork und einem Metallstift. "Und nun kräftig pusten", sagte Mattstedt nach der Fertigstellung. Gemeinsam pusteten die drei gegen das fixierte Rad und es drehte sich.

Zwei Tische weiter erklärten die Sekundarschüler Christoph Züger und Fritz Hildebrandt (8. Klasse) anhand eines Versuchs, wieso Wasser sich in einem schwarzen Gefäß schneller erwärmt als in einem weißen. "Und wieso verhält es sich nun so", fragte Angelika Müller, Schulleiterin des Gymnasiums und Fachbereichsleiterin Bildung, die Kinder. "Weil die Lampe mehr auf das schwarze Glas gerichtet war", antwortete Dominik Eckard (7) eifrig. Müller schaute prüfend zu Züger, der sich am Kopf kratzte und mit "das kann wohl auch ein Faktor gewesen sein" antwortete. Alle mussten kräftig lachen.