Bald winken die Erdbeeren wieder. (FOTO: MZ)
"Wir haben an unseren drei Standorten in Werschen an der B91, in Leuna und in Salzmünde etwa 200 000 Pflanzen in den Boden gebracht. Die Blüte sieht gut aus", schildert der 41-Jährige, der vor zwei Jahrzehnten in der Region sesshaft wurde.
Er erwartet, dass die vier Sorten - früh bis spät reifend - rund 200 000 Kilo Ertrag bringen werden. Mit einem klitzekleinen Nachteil: "Wahrscheinlich kommen alle vier Sorten Anfang Juni zur gleichen Zeit." Die rund 20 Helfer auf den Feldern werden dann alle Hände voll zu tun haben, um für die Laufkundschaft volle Körbe anbieten zu können. Dennoch bleibt auf den Erdbeerfeldern ausreichend Gelegenheit, um selbst zu pflücken, verspricht der Landwirt. "Ausgeschildert" werden die Obstplantagen wiederum mit der typischen Riesenerdbeere in Form eines Ballons. "Wir haben Ersatz für die im vergangenen Jahr beschädigten beziehungsweise gestohlenen Ballons angeschafft", meint Beck. Das Agrarunternehmen, so bilanziert er, sei insgesamt gut durch den strengen Winter gekommen. Dem relativ trockenen Frühjahr seien nun etliche Tage mit starkem Regen auf den Beckschen Feldern gefolgt. "Trockenstress haben unsere Aussaaten zum Glück nicht bekommen. Die Aufwuchsbedingungen für die Saaten und Rüben sind gut", schätzt er ein. Beck baut hauptsächlich Winterweizen, Wintergerste, Raps und Zuckerrüben an.
Ebenso wie andere Landwirte klagt er jedoch über die herrschende Mäuseplage. Experten, so habe er gehört, sprechen längst von einer Epidemie. Geschätzt werde, dass derzeit rund 30 Nager auf 100 Quadratmetern leben - normal seien etwa fünf. Bei Martin Beck tummeln sie sich hauptsächlich in den Schlägen, auf denen Winterweizen ausgesät ist. Es sehe einfach schrecklich aus. "Die machen wirklich was nieder", meint er mit Blick auf die Ernteverluste, die jetzt schon sichtbar sind. Vernünftige Maßnahmen, der Mäuseplage entgegenzuwirken, gebe es derzeit nicht. Der Werschener Landwirt hofft auf entsprechende Forschungen in der Industrie.