Burgenlandkreis: Nach 18 Jahren Vollendung des Rückhaltebeckens in Sicht

29.06.2012 19:33 Uhr | Aktualisiert 29.06.2012 20:42 Uhr
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Spatenstich

Vor Ort werden die Gäste des Spatenstichs informiert, wie das Regenrückhaltebecken aussehen soll. (FOTO: PETER LISKER)

Von andreas richter
Ein Bauvorhaben, das vor 18 Jahren begonnen wurde, könnte noch in diesem Jahr tatsächlich vollendet werden. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich für ein Regenrückhaltebecken in Runthal bei Teuchern stellte der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Bad Dürrenberg (ZWA) am vergangenen Donnerstag die Weichen dafür.
teuchern/MZ. 

Im Jahr 1994 hatte der damalige Abwasserzweckverband Oberes Rippachtal für rund 500 000 Euro einen Stauraumkanal entlang der Rippach bauen lassen. Mittlerweile ist der Verband jedoch aufgelöst und die Regenwasserbehandlungsanlage wurde bis heute nicht zu Ende gebaut. "Ich bin erleichtert, dass das Projekt nach 18 Jahren nun so kostengünstig wie möglich vollendet wird", sagte beim Spatenstich Teucherns Bürgermeister Frank Puschendorf (parteilos). Gemeinsam mit dem ZWA, der 2006 die Abwasserentsorgung in diesem Gebiet übernommen hat, hatte man lange um die wirtschaftlichste Lösung für eine Anlage gerungen, mit der Überschwemmungen im Teucherner Stadtgebiet künftig verhindert werden sollen. War ursprünglich ein Becken mit einem Stauvolumen von bis zu 3 000 Kubikmetern geplant, so weist das nunmehr entstehende Becken noch 1 700 Kubikmeter auf. Möglich geworden sei die Reduzierung vor allem auch dadurch, dass aufgrund von Veränderungen beim Wasserrecht Grundstückseigentümer für die Versickerung des Regenwassers jetzt selbst zuständig sind und somit von der zentralen Entsorgung abgekoppelt werden konnten, so ZWA-Verbandsgeschäftsführerin Johanna Michaelis.

Teuer genug wird die Regenwasserbehandlungsanlage dennoch für Teuchern. Deshalb auch hatte das Bauvorhaben im vergangenen Jahr im Stadtrat für Diskussionen gesorgt, suchte man gemeinsam mit dem Bad Dürrenberger Ingenieurbüro Stockleben nach weiteren Möglichkeiten der Kostenreduzierung. Immerhin ist die Stadt Teuchern aufgrund ihres Anteils an versiegelter Fläche bei Gesamtkosten von 1,12 Millionen Euro immer noch mit etwa 680 000 Euro dabei. Den Rest teilen sich der Landkreis, das Land und der ZWA. Bis heute nicht restlos geklärt ist allerdings, wer zu welchem Anteil jene rund 500 000 Euro trägt, die der vom liquidierten AZV Oberes Rippachtal gebaute Stauraumkanal bereits gekostet hat. Hier gebe es zwischen den Beteiligten, einschließlich Landkreis und Landesbetrieb Bau, noch Gesprächsbedarf, räumten Teucherns Bürgermeister und die ZWA-Verbandschefin ein.

Aus Kostengründen sowie wegen der besseren Einpassung in das Gelände an der Rippach entsteht das Becken in Erdbauweise. Die Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens ist im Oktober dieses Jahres geplant.