Burgenlandkreis: Theater paart sich mit Comedy

27.04.2012 21:15 Uhr | Aktualisiert 27.04.2012 22:08 Uhr
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Stefan Ebeling

Stefan Ebeling. (FOTO: ARMIN ZARBOCK)

Am Samstag gastiert das Theater Turbine aus Leipzig ab 20 Uhr im Festsaal des Gosecker Schlosses. MZ-Redakteur Holger Zimmer sprach darüber mit dem Schauspieler Stefan Ebeling.
Goseck/MZ. 

Am Samtsag gastiert das Theater Turbine aus Leipzig ab 20 Uhr im Festsaal des Gosecker Schlosses. MZ-Redakteur Holger Zimmer sprach darüber mit dem Schauspieler Stefan Ebeling (43).

Was heißt Improvisationstheater?

Ebeling: Wir haben keine fertigen Texte und spielen kein Theaterstück im eigentlichen Sinn. Alles geschieht faktisch nur auf Zuruf durch die Zuschauer.

Es gibt also weder Souffleuse noch Kostüme?

Ebeling: Wir treten in Alltagskleidung auf und wissen nicht, was uns erwartet. Fordern die Zuschauer einen Friedhof, lassen wir den auf der Bühne entstehen. Wollen die Gäste eine Liebesbeziehung sehen, können wir auch damit dienen. Das hat teilweise comedyhafte Züge. Allerdings haben wir einen Moderator, der durch das Programm führt.

Und der kann Einfluss auf die Szenen nehmen?

Ebeling: In gewisser Weise. Er kann das Gespräch mit dem Publikum in eine bestimmte Richtung lenken, was aber aus den Stuhlreihen herüberkommt, lässt sich nur schwer oder gar nicht voraussagen.

Spannung gibt es da sicher nicht nur auf der Seite des Publikums . . .

Ebeling: Auch wir haben keine Ahnung, was uns erwartet. Das macht jeden Auftritt zu etwas ganz Besonderem.

Wie schwierig ist es denn, aus dem Stegreif irgendwelche Szenen darzustellen?

Ebeling: Einfach ist es nicht, aber wir sind alles ausgebildete Schauspieler und arbeiten seit zehn Jahren zusammen. Doch in Goseck setzen wir noch einen drauf.

Wie geht denn das?

Ebeling: Wir spielen sonst maximal zu fünft. Die Leute kennt man mittlerweile so gut, dass jeder weiß, wie der andere in bestimmten Situationen reagiert. Bei zehn Darstellern wie am Samstag wird es da schon schwieriger. Aber in Goseck gibt es für unsere gesamte Truppe das Jahrestreffen, bei dem alle Akteure und zwei Musiker dabei sind. Das könnte uns zum Beispiel in die Lage versetzen, auch einen Krähenschwarm darzustellen.

Was zieht Sie nach Goseck?

Ebeling: Das ist doch ein schöner Ort. Einige waren beispielweise 2002 und 2003 schon hier, als im Sommertheater "Ein Monat auf dem Lande" und "Troja" gezeigt wurden. Ich zum Beispiel war als Hektor und Agamemnon zu sehen. Und vor zwei Jahren haben wir bereits mal in der wundervollen Schlosskirche improvisiert.