Grünflächen: Hundekot im hohen Gras

12.06.2012 19:51 Uhr | Aktualisiert 12.06.2012 21:37 Uhr
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Grünflächen

Diese Wiese hinter dem Haus in der Südstadt dagegen ist gepflegt. (FOTO: MZ)

Von Matthias Voss
"Es ist sowieso ziemlich ungepflegt hier. Da kann man doch erwarten, dass zumindest regelmäßig der Rasen gemäht und die Bäume verschnitten werden", beschwert sich Renate Steineke. Sie zeigt auf diverse Stellen in der unmittelbaren Nähe ihres Wohnblocks.
weissenfels/MZ. 

"Es ist sowieso ziemlich ungepflegt hier. Da kann man doch erwarten, dass zumindest regelmäßig der Rasen gemäht und die Bäume verschnitten werden", beschwert sich Renate Steineke, wohnhaft in der Weißenfelser Südstadt. Sie zeigt auf diverse Stellen in der unmittelbaren Nähe ihres Wohnblocks mit der Nummer 13. Links und rechts vom Hochheimweg steht zum Beispiel, abgesehen von einer zwei Meter breiten Schneise direkt an der Straße, das Gras sehr hoch.

"Das sieht doch nicht nur sehr unordentlich aus. Wenn die Hunde darin ihr Geschäft machen oder die Leute einfach ihren Müll wegschmeißen, sieht das doch keiner. Aus den Augen aus dem Sinn, da möchte man dann nicht drüberlaufen", so Steineke weiter. Und auch die Büsche direkt an den Häusern "würden die Autos regelmäßig zerkratzen, wenn mein Mann nicht in Eigeninitiative ab und zu mal die Schere rausholen würde", so die Anwohnerin.

Die Rollstuhlauffahrt an der 13 und auch das Gelände hinter dem Gebäudekomplex ist dagegen gepflegt. "Das ist ja auch von der Wohnungsbaugenossenschaft, die kümmern sich. Im Gegensatz zur Stadt Weißenfels", macht Steineke den Verursacher für ihren Missmut aus. Für den Fachbereichsleiter Städtische Dienste, Volker Rakut, gibt es aber eine einfache Erklärung für den Missstand. "Wir befinden uns seit Jahren in einer Haushaltskonsolidierung. Das heißt, es muss an jeder Ecke gespart werden. Also auch bei der Grünpflege", so Rakut. Demnach werden zum Beispiel die Wiesen nur noch zweimal im Jahr, im Juni und im September, gemäht, sind also noch in diesem Monat an der Reihe. "Ich würde manche Flächen natürlich öfters pflegen lassen, wenn ich es mir leisten könnte. Aber der Stadtrat hat nun mal die Konsolidierung bestätigt", sagt Rakut, kann aber den Ärger von Steineke verstehen.

Die hat dann auch gleich die nächsten Schuldigen gefunden. "In West draußen geht es doch auch, da ist alles schön ordentlich. Aber da wohnen ja auch die meisten Stadträte", mutmaßt Steineke und berichtet von Bekannten, die niemals nach Süd ziehen würden, "weil es denen hier zu schmuddelig aussieht", schämt sich die Anwohnerin schon fast für ihr Stadtviertel. Rakut hätte da eine unkomplizierte Lösung: "Es wäre doch schön, wenn Bürger auch hier Eigeninitiative zeigen würden. Wir haben schon Verträge mit diversen Gruppierungen gemacht, die sich um die verschiedenen Bereiche kümmern. Ich erinnere zum Beispiel an die drei Kreisverkehre, für die sich die Weißenfelser engagieren", so der Fachbereichsleiter. Auch mit der Ökoweg-, der Neustadt- und der Pestalozzischule gäbe es Patenschaften, die für ein schöneres und grüneres Weißenfels gesorgt haben und sorgen.