Rekruten in Weißenfels: Schönes Wetter sorgt für gute Laune

09.08.2012 20:03 Uhr | Aktualisiert 09.08.2012 21:13 Uhr
Die Rekruten beim Sprechen der Gelöbnisformel. (FOTO: A. BLEY) 
Von Tobias schlegel
Bei einer feierlich Zeremonie legen Rekruten auf dem Weißenfelser Schlosshof ihr Gelöbnis ab und werden vereidigt. Oberbürgermeister Robby Risch hält die Gelöbnisrede.
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Weissenfels/MZ. 

Das Wetter ist schon mal schön", freute sich Claudius Matthies aus Hamburg. Er war einer von insgesamt 75 Rekruten der fünften Kompanie des Sanitätsregiments 32, die am Donnerstagmittag im Innenhof des Weißenfelser Schlosses Neu-Augustusburg ihr Gelöbnis ablegten und vereidigt wurden. 44 von ihnen sind Freiwillig Wehrdienstleistende, davon elf weiblich, und 31 Soldaten auf Zeit, insgesamt 17 von ihnen sind Frauen. Die Rekruten kommen dabei aus fast allen Bundesländern. Nach ihrer Grundausbildung in Weißenfels erwartet sie ein bundesweiter Einsatz in Sanitätseinrichtungen der deutschen Bundeswehr.

Die Zeremonie wurde mit einer Rede des Oberfeldarztes Dr. Axel Zwad, Kommandeur des Sanitätsregiments 32 in Weißenfels, eröffnet. Dabei übergab er eine Flasche Wein aus der Region an die Familie mit der weitesten Anreise. Dies war am Donnerstag Monika Oswald, die aus dem 580 Kilometer entfernten Münchweier bei Freiburg im Breisgau nach Weißenfels gekommen war. Anschließend hielt der Weißenfelser Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) die Gelöbnisrede, in der er unter andrem auf die Bedeutung des Bundeswehrstandortes Weißenfels, der im nächsten Jahr sein 250-Jähriges Jubiläum als Garnisonsstadt begeht, würdigte. Danach legten die Rekruten ihre Gelöbnis- und Vereidigungsformel ab.

"Es war schon alles sehr bewegend, vor allem was Herr Risch und Axel Zwad in ihrer Rede gesagt haben. Da wird einem erst richtig bewusst, auf was man sich hier eingelassen hat", erklärte Matthies. Vorher habe er nicht so richtig darüber nachgedacht. Der 29-Jährige plant eine Karriere als Militärmusiker bei der Bundeswehr. Zuvor absolviert er eine Ausbildung beim Sanitätsregiment. Dies gilt nämlich als Voraussetzung, um als Musiker bei der Bundeswehr zu arbeiten. Dort lernen er und seine Mitstreiter Formalitäten und Rechtsgrundlagen sowie Grundlagen im Marschieren, Schießen, Melden oder Orientieren im Gelände. Den Schwerpunkt bildet die Sanitätsausbildung. Von der Stadt habe er noch nicht so viel gesehen: "Nur die Kaserne, den Bahnhof und das McDonald's-Restaurant", so der Rekrut mit einem Schmunzeln.

Sein Vater zeigte sich voller Stolz: "Ich freue mich sehr für Claudius, vor 45 Jahren wurde ich selber als Rekrut vereidigt", so der 68-Jährige Peter Matthies, der extra aus Hamburg angereist war.