Weißenfels: Achtung, Kontrolle!

26.04.2012 20:33 Uhr | Aktualisiert 26.04.2012 20:37 Uhr
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Polizeimeister Thomas Krämer

Polizeimeister Thomas Krämer schaute sich mit seinen Kollegen die Fahrräder genau an. (FOTO: PETER LISKER)

Von klaus-dieter kunick
Den Ankündigungen, mit mehr Kontrollen für mehr Sicherheit zu sorgen, folgen Taten. Die Polizei macht Druck auf Temposünder, Gurtmuffel und nimmt auch Radfahrer unter die Lupe.
weissenfels/MZ. 

Den Ankündigungen, mit mehr Kontrollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen, folgen Taten. Die Polizei macht Druck auf Temposünder, Gurtmuffel und nimmt auch Radfahrer unter die Lupe. Dass die Zahl der Verkehrsunfälle im Burgenlandkreis im vergangenen Jahr um zehn Prozent sank und auch die Zahl der Unfälle mit Todesfolge im Vergleich zu den beiden Vorjahren rückläufig ist, beruhige nicht, sagt der Leiter des Reviers Burgenlandkreis Mario Schwan. Es passieren immer noch viel zu viele Unfälle. Am Donnerstag zeigte die Polizei mit einem Großaufgebot Präsenz in der Region um Weißenfels. Gleich an mehreren Standorten wurde kontrolliert. So unter anderem am Schwedenstein und am Markt.

13 Temposünder geblitzt

Ein weiterer Kontrollpunkt war die Bundesstraße 176 am Abzweig nach Storkau: Angesagt war hier das Messen der Geschwindigkeit. Innerhalb von vier Stunden wurden 13 Temposünder geblitzt. Bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 70 Kilometer in der Stunde, war der Schnellste mit Tempo 97 unterwegs. Gemessen wurde auch auf der B 91 am Abzweig nach Reichardtswerben. Hier ereigneten sich 2011 zwölf Unfälle. Dabei wurde eine Person schwer verletzt. Ursache der Kollisionen ist, dass zu schnell gefahren und der Abstand nicht eingehalten wurde und es gab Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr beim Linksabbiegen. Dazu erklärte Schwan, dass zahlreiche Verkehrsunfällen Resultat von vorsätzlichen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung seien. Vor dem Überfahren einer roten Ampel hätten viele schon keine Skrupel mehr.

Gleich fünf Beamte hatten sich am Niemöllerplatz postiert. Jeder Radfahrer, der an ihnen vorbei wollte, wurde angehalten. Mitunter mussten bis zu fünf Radler warten, bis sie an der Reihe waren, sprich: Die Polizisten notierten sich die im Rad eingestanzte Sicherheitsnummer und verglichen sie mit der Nummer in ihrem Zentralcomputer, der ihnen zugleich verriet, ob das Rad als gestohlen galt. Per Handy stimmte sich Polizeikommissar Patrick Rüthe von der Landesbereitschaftspolizei aus Magdeburg mit seiner Kollegin im Polizeirevier ab. Bei Rädern, die im Baumarkt gekauft wurden, sei es mitunter so, dass die Räder die gleiche Nummer haben, so Rüthe. Dann sei es notwendig, Details über das Rad zu erfahren, so sei die Farbe wichtig oder die Zahl der Gänge, um herauszufinden, ob das Fahrrad tatsächlich demjenigen gehört.

Mann verpasst den Zug

"Ich habe Verständnis für die Kontrollen, aber ich müsste in fünf Minuten in der Neustadtschule sein", so eine Lehrerin. "Die Schüler werden sich freuen, das der Unterricht ausfällt", witzelte ein Mann. Doch dem erging es nicht viel anders: Er wollte mit dem Zug nach Halle reisen, doch aufgrund der Kontrolle verpasste er den Zug. "Natürlich ist das ärgerlich, aber es ist nun mal nicht zu ändern", so Küther. Der Mann erhielt eine Bestätigung von der Polizei, dass er aufgehalten wurde.