Weißenfels: Cross-Strecke bleibt im Fokus

22.08.2012 20:11 Uhr | Aktualisiert 22.08.2012 21:11 Uhr
Eine beliebte Adresse bei Motorsportfreunden, umstritten bei anderen Bürgern: die Cross-Strecke zwischen Weißenfels und Tagewerben. (FOTO: PETER LISKER) 
Von andreas richter
Der Landkreis hat nach Beschwerden aus der Bevölkerung über Lärm- und Staubbelästigung durch die Motocross-Strecke an der Tagewerbener Straße eine Reihe von Kontrollen durchgeführt, um die Einhaltung der Grenzwerte durchzusetzen.
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weissenfels/MZ. 

Darauf hat Dietrich Trebs, Leiter des Amtes für Immissionsschutz und Abfallwirtschaft beim Burgenlandkreis, während der jüngsten gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Umwelt in Weißenfels verwiesen.

Die Information zum Genehmigungsverfahren für die Strecke war Thema im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Wie Trebs danach auf MZ-Anfrage betonte, ist vor Inbetriebnahme der Anlage ein ordnungsgemäßes Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz gelaufen. Dabei habe die Betreiberin auch "Beschränkungen über das normale Maß hinaus" auf sich genommen. So zum Beispiel bei der Reduzierung der Anzahl der Fahrten von 310 auf 210 pro Tag. Die persönliche Wahrnehmung von Geräuschen und das Nichteinhalten von Richtwerten seien mitunter jedoch zwei verschiedene Dinge, sagte Trebs. Er versicherte, dass die Anlage im Fokus der Behörde bleibe. Man werde auch künftig jeder Beschwerde nachgehen und gegebenenfalls Konsequenzen für die Betreiberin durchsetzen. Eine Schließung sei derzeit jedoch kein Thema.

Irritierend waren die Begleitumstände der Information während der Ausschuss-Sitzung. Die Fraktion Bürger für Weißenfels / Landgemeinden hatte beantragt, den Tagesordnungspunkt zu der in der Öffentlichkeit viel diskutierten Motocross-Strecke in den öffentlichen Teil zu verlegen. Wie sich herausstellte, gab es dazu keine inhaltlichen Einwände. Allerdings gab Bernd Reimann (CDU-Fraktion) zu bedenken, dass der Punkt vorher nicht als öffentlich bekanntgemacht worden sei, Bürger, die sich dafür interessieren, hätten vorab davon also nichts gewusst. Da die Verantwortlichen vom Landkreis nun einmal auf Einladung der Ausschüsse erschienen sind, sollte der Punkt dann eben doch wie geplant nichtöffentlich behandelt werden, meinte daraufhin der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Ekkart Günther (CDU-Fraktion). Die Mehrheit folgte der vorgeschlagenen Tagesordnung und sprach sich damit zugleich dagegen aus, den Punkt auf der nächsten Sitzung öffentlich zu machen. Da konnte Manfred Rauner (CDU-Fraktion) nur noch mahnen, die Öffentlichkeit wenigstens nachträglich "in geeigneter Form" zu informieren.