Weißenfels: Ordnungsamt verweist auf «Tütenpflicht»

08.08.2012 21:23 Uhr | Aktualisiert 08.08.2012 21:29 Uhr
Platz zum Toben: Eine der Hundefreilaufflächen ist auf dem Kugelberg ausgeschildert. (FOTO: ANDREAS RICHTER) 
Von andreas richter
Die Hinterlassenschaften von Hunden haben nichts auf öffentlichen Straßen und Plätzen zu suchen. Darauf hat das Ordnungsamt der Stadt Weißenfels hingewiesen. "Wer einen Hund ausführt, hat ein geeignetes Behältnis zum Aufsammeln des Hundekots mitzuführen", so Maik Trauer, Leiter des zuständigen Fachbereiches der Stadt.
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weissenfels/MZ. 

Geeignet heiße dabei eben auch, dass zum Beispiel ein kleines Zellstofftaschentuch nicht ausreicht für jemanden, der einen großen Hund ausführt. In letzter Zeit sei besonders in den Ortsteilen zu beobachten gewesen, dass einige Hundehalter dieser sogenannten Tütenpflicht nicht nachkommen.

Drei Freilaufflächen ausgeschildert

Trauer versicherte, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Einhaltung der Tütenpflicht regelmäßig kontrollieren. So sei im vergangenen Jahr in 19 Fällen ein fehlendes Behältnis für Hundekot als Ordnungswidrigkeit aufgenommen worden. Kontrolliert werde von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes auch die Einhaltung der Leinenpflicht. Im vergangenen Jahr seien 23 Ordnungswidrigkeiten dieser Art festgestellt worden. Der Leinenzwang bestehe im Wesentlichen innerhalb des Gebietes der Kernstadt Weißenfels. Eine Ausnahme bilden die drei ausgeschilderten Freilaufflächen innerhalb der Stadt. Diese sind an der Markwerbener Straße, nahe der Bahnstrecke in der Südstadt und am Rande des Wohngebiets am Kugelberg zu finden.

Grundlage für die Kontrollen der Hundehalter ist die kommunale Gefahrenabwehrverordnung. Nach der Eingemeindung umliegender Orte gibt es davon derzeit im Stadtgebiet jedoch zwei - eine für die Kernstadt sowie Langendorf, Leißling, Markwerben und Uichteritz, eine andere für die ehemaligen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Saaletal nördlich der Saale. Bis zum Jahresende, so Maik Trauer, soll eine neue einheitliche Verordnung für das gesamte Stadtgebiet erarbeitet werden.

Keine Tütenspender mehr

Seit einigen Jahren gibt es im Weißenfelser Stadtgebiet keine Tütenspender mehr. "Die Spender waren zumeist leer oder wurden zweckentfremdet genutzt", so Trauers Erfahrung. Mittlerweile gebe es nur noch an einigen Stellen spezielle Entsorgungsbehälter für Hundekot. Diese zu nutzen, sei jedoch keine Pflicht. Die Bürger könnten die entsprechenden Behältnisse in jedem herkömmlichen Papierkorb entsorgen.

Zum Stichtag 30. Juni 2012 gab es im Gebiet der Stadt Weißenfels mehr als 2 600 gemeldete Hunde, gut 1 200 davon in den Ortsteilen.