Weißenfels: Vier Verletzte und eine Festnahme bei Wohnhausbrand

07.08.2012 07:37 Uhr | Aktualisiert 07.08.2012 22:51 Uhr
Montagabend hat es in einem Keller in der Naumburger Straße von Weißenfels gebrannt. Rußspuren über einem Kellerfenster sind noch am nächsten Tag zu sehen. (FOTO: TORSTEN GERBANK) 
Bei einem Brand in Weißenfels sind am Montagabend zwei Menschen verletzt worden. Im Keller eines Mehrfamilienhauses geriet Müll in Brand, wie die Polizei in Halle am Dienstagmorgen mitteilte.
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Weißenfels/Halle (Saale)/MZ. 

In der Naumburger Straße von Weißenfels hat es am Montagabend gebrannt. Infolge dessen mussten laut Polizei vier Menschen, darunter ein Kind, mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Ein 52 Jahre alter Bewohner des Hauses ist vorübergehend festgenommen worden. Er wird verdächtigt, den Brand in einem Kellerverschlag des Hauses ausgelöst zu haben. "Wir ermitteln wegen Brandstiftung", sagte Polizeisprecher Jörg Bethmann am Dienstagmittag. Konkreter wurde er nicht. Es ist demnach nicht klar, ob das Feuer fahrlässig oder womöglich vorsätzlich gelegt worden ist. Fakt ist allerdings: Der Festgenommene war angetrunken. Laut Polizei brachte er es auf eine Blutalkoholkonzentration von 2,15 Promille. Wie Polizei und Feuerwehr gleichlautend bestätigten, sei der Mann den Institutionen nicht unbekannt.

Das Feuer im Haus Naumburger Straße 65 war gegen 23.30 Uhr bemerkt worden. Die Feuerwehren Weißenfels und Borau rückten mit acht Fahrzeugen und 35 Mann aus, so der Weißenfelser Ortswehrleiter Steve Homberg. Zum Einsatz kam unter anderem ein Drehleiterfahrzeug. Mit der Leiter musste ein 32 Jahre alter Mann aus einer Wohnung des Hauses gerettet werden. Das betroffene Haus sei völlig verqualmt gewesen, hieß es. Mehrere Wohnungen mussten von der Feuerwehr geöffnet werden, damit sich die Einsatzkräfte davon überzeugen konnten, dass sich darin keine Menschen mehr befanden. Am Dienstagvormittag zeugte eine rußgeschwärzte Fassade über einem Kellerfenster von dem Brand.

Wie Homberg sagte, haben sich die Bewohner des Hauses richtig verhalten und sich nicht selbst in Gefahr gebracht. "Sie sind nicht in den Rauch hinaus gegangen, sondern haben sich am Fenster bemerkbar gemacht", so Homberg. Ein Gang in das verqualmte Haus hätte tragisch enden können. Nur wenige Atemzüge voller Rauch können tödlich sein.