Ein Feuerwehrmann sicherte im vergangenen Jahr die Bauarbeiten an der Puralube-Raffinerie ab. Es wurde eine neue Kolonne errichtet. (FOTO: ARCHIV/KRIMMER)
Geplant sei in Zeitz eine dritte Raffinerieanlage in Verbindung mit mehr Forschung und Entwicklung, sagte Haseloff. In die veränderte Technologie sollten bis 2014 etwa 50 Millionen Euro investiert werden. Es könnten 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Haseloff erklärte: "Das ist eine gute Investition für den Industriepark Zeitz".
Zudem wolle Puralube ein Kohlekraftwerk zur Eigenversorgung errichten, was wiederum mit dem Umfeld der Anlage laut Haseloff 150 weitere Arbeitsplätze bedeuten könnte und bis 2015 zu realisieren wäre.
Der Geschäftsführer der Puralube Inc., Jürgen Kremer, verwies auf die Standortvorteile in Zeitz. Es gebe dort viele Ressourcen. Zudem baut das Unternehmen auch weiterhin auf die Unterstützung des Landes. Puralube produziert Grundstoffe für die Schmierölindustrie aus Gebrauchtölen, aus denen wieder Motorenöle hergestellt werden können.
Eine erste Raffinerieanlage zur Aufarbeitung von Gebrauchtölen sollte ursprünglich in Pennsylvania entstehen, stieß aber bei der Industrie dort auf wenig Interesse. Schließlich entschied sich das Unternehmen für den Standort in Zeitz. Dort werden mittlerweile zwei Altölraffinerien betrieben. In Zeitz sind bei Puralube rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.
Dass Puralube nach Zeitz zog, ist auch einem bekannten deutschen Top-Manager zu verdanken: Heinz Schimmelbusch. Der einst gefeierte Manager geriet mit der Frankfurter Metallgesellschaft in den 90er Jahren ins Zwielicht. Danach ging er in die USA und baute neue Unternehmen auf - dabei stieg er unter anderem auch bei Puralube ein. Sein neues Firmen-Konglomerat sitzt in Wayne. Bei der Eröffnung der zweiten Anlage 2008 war Schimmelbusch voll des Lobes für den Zeitzer Standort.