EU-Gericht: Microsoft muss zahlen

27.06.2012 11:22 Uhr
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Microsoft

Der weltgrößte Software-Konzern: Microsoft. (ARCHIVFOTO: DPA)

Der US-Softwareriese Microsoft muss eine millionenschwere Wettbewerbsstrafe zahlen. Das erstinstanzliche Gericht der Europäischen Union (EuG) bestätigte am Mittwoch im Wettbewerbsstreit um Computerprogramme des Konzerns weitgehend das von der Europäischen Kommission 2008 verhängte Zwangsgeld.
Luxemburg/AFP. 

Die Richter setzten es lediglich von 899 auf 860 Millionen Euro herab. (Az: T-167/08)

Wegen der marktbeherrschenden Stellung des Microsoft-Betriebssystems Windows benötigen Wettbewerber Informationen über dessen Schnittstellen zu anderen Programmen, um marktfähige Konkurrenzprodukte entwickeln zu können. Die EU-Kommission hatte bereit 2004 und 2006 Zwangsgelder in sechsstelliger Millionenhöhe verhängt, damit Microsoft diese Informationen herausgibt. Die nun weitgehend bestätigte Wettbewerbsbuße wurde verhängt, weil Microsoft zu hohe Preise für diese Informationen verlangt hatte.