Fahrzeugbau: Luxus heiß begehrt

03.05.2012 19:39 Uhr | Aktualisiert 03.05.2012 20:40 Uhr
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Im Leipziger Porsche-Werk

Im Leipziger Porsche-Werk wird der Panamera montiert. (FOTO: STEDTLER)

Von Steffen Höhne
Die Auto-Hersteller BMW und Porsche fahren neue Rekorde ein. Chinesen und Amerikaner lieben deutsche Limousinen.
Leipzig/MZ. 

Die weltweit hohe Nachfrage nach Luxus-Autos beschert BMW und Porsche einen glänzendes Geschäft zu Jahresbeginn. Während Massenhersteller wie Opel und Ford unter der flauen Nachfrage im schuldengeplagten Europa leiden, profitieren BMW und Porsche davon, dass hochpreisige Limousinen und Geländewagen vor allem in den beiden größten Automärkten der Welt, den USA und China, reißenden Absatz finden.

Der Münchner Hersteller BMW verkaufte im ersten Quartal insgesamt 425 528 Autos, alle drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce erzielten Rekordmarken. Das brachte einen Gewinn von 1,35 Milliarden Euro - ein Plus von 18 Prozent zum Vorjahresquartal. Aufgrund der positiven Entwicklung ist BMW-Chef Norbert Reithofer für das Gesamtjahr zuversichtlich: "Wir streben 2012 weiterhin Bestmarken bei Absatz und Gewinn an." Zum Jahresauftakt erzielte BMW eine Umsatzrendite - dies ist das Verhältnis von Erlösen und Gewinn - von 11,6 Prozent. Die Renditejagd der Autobauer wird jedoch zunehmend von den Gewerkschaften kritisiert, da sie teilweise auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. So sind etwa ein Drittel aller Beschäftigten im BMW-Werk Leipzig Leiharbeiter. Reithofer sagte dazu: "Wir sitzen derzeit mit unseren Betriebsräten zusammen, um das Thema Leiharbeiter zu besprechen." Dabei gehe es um die Flexibilität des Unternehmens. Um auch künftig am Markt vorn mitzuspielen, investieren die Münchner in spritsparende Leichtbauweise und Elektroantriebe. Derzeit wird das Werk Leipzig für das neue Elektrofahrzeug i3 ausgebaut, das Ende 2013 auf den Markt kommen soll. Statt aus Stahl und Blech besteht die Karosserie aus dem leichten Werkstoff Karbon.

Auch Porsche steht derzeit auf dem Gaspedal. Im ersten Quartal 2012 wurden 30 231 Fahrzeuge verkauft, das entspricht einem Zuwachs von 29 Prozent. Vor allem die im Dezember 2011 vorgestellte neue Version des Porsche-Flaggschiffs 911 verkauft sich sehr gut. Doch auch die im Porsche-Werk Leipzig gebauten Modelle Cayenne und Panamera verbuchten Absatzsprünge. In drei Schichten werden derzeit täglich 450 Fahrzeuge produziert.

Mit einer Umsatzrendite von 17,5 Prozent bleibt Porsche auch der profitabelste Autobauer der Welt. Der leichte Rückgang der Rendite (Vorjahr 22 Prozent) geht laut Porsche auf das Konto gesteigerter Investitionen. Derzeit wird das Leipziger Werk für 500 Millionen Euro ausgebaut. Ab dem Jahr 2013 soll der kleine Geländewagen Macan in der Messestadt vom Band rollen.