Die Gewerkschaft ver.di droht dem Betreiber der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle mit Warnstreiks. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die rund 1.000 Beschäftigten der Mitteldeutschen Flughafen AG, die laut Gewerkschaft am Dienstag (14. August) in die entscheidende Runde gehen. Ver.di erklärte am Donnerstag in Leipzig, die Arbeitgeberseite habe bisher nur ein Angebot vorgelegt, das für die Gewerkschaft nicht akzeptabel sei.
Ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter in allen Einkommensgruppen um 80 Euro. Außerdem soll nach dem Willen der Gewerkschaft die monatliche Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich um eine Stunde reduziert werden. Die Laufzeit solle bis Ende 2013 vereinbart werden.
Dem steht laut Gewerkschaft ein Angebot des Arbeitgebers von 1,5 Prozent Erhöhung zum 1. August und eine weitere Anhebung um nochmals 1,5 Prozent zum 1. Februar 2014 gegenüber. Der Tarifvertrag soll nach den Vorstellungen der Betreiber der Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle vom 1. August bis 31. Dezember 2014 laufen.
Das sei nicht akzeptabel, erklärte die Gewerkschaft mit. Sollte kein besseres Angebot vorgelegt werden, seien Warnstreiks nicht ausgeschlossen. Die Friedenspflicht sei im Juli ausgelaufen.