Halle: Akku-Fabrik statt Solar-Investor?

22.08.2012 22:19 Uhr | Aktualisiert 22.08.2012 22:23 Uhr
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Von Hendrik Kranert-Rydzy
Es ist die zweite Südkorea-Reise von Birgitta Wolff (CDU) als sachsen-anhaltische Wirtschaftsministerin. Beim ersten Besuch hatte Wolff einem südkoreanischen Konzern Halle als Standort für eine neue Fabrik für Hochleistungs-Akkus schmackhaft gemacht.
Magdeburg/MZ. 

Es ist die zweite Südkorea-Reise von Birgitta Wolff (CDU) als sachsen-anhaltische Wirtschaftsministerin. Beim ersten Besuch an der Seite von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte Wolff einem südkoreanischen Konzern Halle als Standort für eine neue Fabrik für Hochleistungs-Akkumulatoren schmackhaft gemacht. Es folgten Besuche der Südkoreaner in der Saalestadt, bei der das mögliche Firmengelände besichtigt wurde. Im halleschen OB-Wahlkampf wurde die Sache erstmals ruchbar, als Bewerber Bernhard Bönisch (CDU) die geplante Ansiedlung erwähnte.

Jetzt bestätigte Wolff: Ja, es geht um eine Batteriefabrik, konkret um Lithium-Ionen-Akkus. Die Energiespeicher sind begehrt - ob in Handy, Laptops oder gar in Elektroautos. Nun wollen die Koreaner auch Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU), mit dem sie fliegt, kennenlernen. In Asien sind solche langwierigen Geschäftsanbahnungen üblich, zudem geht es um keine Kleinigkeit: Nach MZ-Informationen bewegt sich die Investitionssumme zwischen 500 Millionen bis einer Milliarde Euro. Um welchen Investor es sich handelt, sagt Wolff nicht. Zudem gebe es die Hoffnung darauf, dass das Unternehmen auch Gefallen an Sachsen-Anhalts Photovoltaik-Branche findet. Dazu seien auch Gespräche mit anderen Unternehmen geplant. Es gehe aber nicht nur um Photovoltaik, sondern um erneuerbare Energien insgesamt, so Wolff.