Luftwaffe: Deutschland kauft 53 Airbus 400M

05.11.2010 17:28 Uhr | Aktualisiert 21.05.2012 13:32 Uhr
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Airbus A400M

Ein Militärtransporter A400M rollt über den Flugplatz in Sevilla (Spanien). Das Flugzeug soll in den Nato-Staaten die veralteten C-130 Hercules und C-160 Transall ersetzen. (FOTO: DPA)

Der Rüstungskonzern EADS hat sich mit den sieben Käuferländern auf eine Finanzierungslösung für den Militärtransporter Airbus A400M geeinigt.
Paris/dpa. 

Der Rüstungskonzern EADS hat sich mit den sieben Käuferländern auf eine Finanzierungslösung für den Militärtransporter Airbus A400M geeinigt. Das teilten der Konzern und der französische Verteidigungsminister Hervé Morin am Freitag in Toulouse mit. Deutschland kauft nun 53 statt 60 Maschinen.

«Um Mehrkosten für den Bund zu vermeiden, soll die Bestellung von 7 der insgesamt 60 deutschen Flugzeuge in eine Option umgewandelt werden», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin der Nachrichtenagentur dpa.

Zudem verzichtet Deutschland auf die geforderte vollautomatische Tiefflugfähigkeit des A400M. «Mit diesen Maßnahmen wird der deutsche Anteil an der Preiserhöhung von rund 670 Millionen Euro kompensiert», sagte der Sprecher.

Auf diese Vertragsänderung einigten sich bei einem Treffen in Toulouse die sieben Käuferländer Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Luxemburg, Großbritannien und die Türkei mit dem Airbus- Konzern. Frankreich wird 8,4 Milliarden Euro für 50 Flugzeuge zahlen. In Verhandlungskreisen hieß es, Großbritannien reduziere die Bestellung von 25 auf 22 Maschinen. Damit soll Airbus insgesamt 170 statt 180 A400M an die Länder ausliefern.

Im Frühjahr hatten die Nationen sich bereiterklärt, insgesamt 3,5 Milliarden Euro der Mehrkosten mitzutragen, um Europas wichtigstes Rüstungsprojekt zu retten. Wegen technischer Probleme liegt das A400M-Projekt um Jahre hinter dem Zeitplan.