Metall-Tarife: Pilotabschluss könnte übernommen werden

19.05.2012 09:22 Uhr | Aktualisiert 21.05.2012 07:38 Uhr
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IG Metall-Fahne

In der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg mit ihren 800 000 Beschäftigten ist der Tarifstreit beigelegt. (SYMBOLFOTO: DPA)

Von Matthias Jekosch und Kai Portmann
Nach dem Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg wollen Arbeitgeber und IG Metall in Sachsen-Anhalt über eine Übernahme reden.
Magdeburg/dpa. 

Alles in allem sei die Einigung auf ein Einkommensplus von 4,3 Prozent ein akzeptables Ergebnis, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalt, Matthias Menger, am Samstag der dpa in Magdeburg. „Sachsen-Anhalt ist aber nicht Baden-Württemberg.“ Das Ergebnis würde hierzulande einer Reihe von Unternehmen Probleme bereiten. Die wirtschaftliche Leistungskraft liege schließlich eher unterhalb des Bundesschnitts.

Der Sprecher der IG Metall für Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, Uwe Stoffregen, sagte: „Das ist ein tragfähiger Kompromiss.“ Er forderte die Arbeitgeber auf, zügig über eine Übernahme zu verhandeln. Schon ab Montag solle nach einem Termin gesucht werden.

In Sachsen-Anhalt war am 14. Mai die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Ein neuer Termin war nicht vereinbart worden. Die Gewerkschaft forderte 6,5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber boten 3 Prozent für die Laufzeit von 14 Monaten. In Sachsen-Anhalt vertritt die IG Metall rund 10 000 Beschäftigte.