Ölpest: BP fordert 20 Milliarden Dollar Entschädigung

03.01.2012 09:14 Uhr | Aktualisiert 03.01.2012 15:01 Uhr
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Brennende Ölplattform Deepwater Horizon

Nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon waren insgesamt 780 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen - die bisher größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte. (ARCHIVFOTO: DPA)

Der britische Ölkonzern BP verlangt wegen der Ölpest im Golf von Mexiko vom US-Subunternehmen Halliburton eine Entschädigung von rund 20 Milliarden Dollar (15,5 Milliarden Euro).
Washington/AFP. 

BP reichte bei einem Bundesgericht in New Orleans Klage ein, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag (Ortszeit) berichtete. Darin fordert der Konzern die bereits an Dritte geleisteten Entschädigungen zurück und zudem die entgangenen Einnahmen aus der Nutzung des Ölfelds Macondo. Für eine Stellungnahme war BP am Montagabend nicht zu erreichen.

BP gab nach eigenen Angaben für die Reinigung der Küsten und die Entschädigung der direkt Betroffenen bislang mehr als 14 Milliarden Dollar aus. Der britische Ölkonzern wirft Halliburton auch vor, wichtige Unterlagen zur Zementierung der Ölquelle vernichtet zu haben. Die fehlerhafte Zementierung der Quelle war laut den US-Behörden eine der Hauptursachen für die Explosion; für diese Arbeit war Halliburton verantwortlich.

Das Unglück ereignete sich am 20. April 2010 rund 80 Kilometer vor der Küste bei New Orleans. Die BP-Ölbohr-Plattform «Deepwater Horizon» sank, dabei kamen elf Arbeiter ums Leben. 4,9 Millionen Barrel (769 Millionen Liter) Öl traten aus und verursachten schwere Umweltschäden im Meer und an den angrenzenden Küsten. Es war die schlimmste Ölpest in der Geschichte der USA.