Nicht nur symbolisch hängen dunkle Wolken über Q-Cells. (FOTO: DPA)
Das fordern der Betriebsratsvorsitzende des Solarproduzenten Q-Cells, Uwe Schmorl, Erhard Koppitz, Bezirksleiter Halle-Magdeburg der Industriegewerkschaft BCE, und Petra Reinbold-Knape, Landesbezirksleiterin Nordost der Gewerkschaft in einem Brief an die Parlamentarier.
Die Photovoltaik-Industrie befinde sich in einer "schwierigen ökonomischen Lage". Die Gewerkschafter und der Betriebsrat fordern deshalb ein Programm, das die Unternehmen der Branche mit Bürgschaften und zinsgünstigen Darlehen unterstützt sowie Export und Forschung fördert. Zugleich wenden sie sich gegen eine weitere Kürzung der Förderung von Solarstrom, die derzeit von der Politik diskutiert wird. Abstriche würden die Situation in der Branche zusätzlich verschärfen, heißt es in dem Brief. Es gehe "um den Erhalt der Photovoltaikindustrie mit tausenden Arbeitsplätzen".
Q-Cells produziert seit 2001 Solarzellen und ist mit 2 200 Mitarbeitern eines der führenden Unternehmen seiner Branche. Es leidet allerdings derzeit unter dem starken Preisverfall von Solarmodulen. Vor allem chinesische Anbieter gewinnen mit billigen Produkten Marktanteile - Q-Cells rutschte tief in die roten Zahlen. Das Unternehmen sucht nun über eine Einigung mit seinen Gläubigern einen Neustart. Die Weichen dazu sollen Anfang März bei einer außerordentlichen Hauptversammlung gestellt werden.
Derweil hat sich der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft für Einschnitte bei der Solarförderung ausgesprochen. Der Verband greift eine Forderung von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) auf, den jährlichen Zubau von Solarmodulen auf 1 000 Megawatt zu begrenzen - 2011 lag der Ausbau bei 7 500 Megawatt.