Sachsen-Anhalt: Mit Studium wachsen die Jobchancen

03.07.2012 19:29 Uhr | Aktualisiert 03.07.2012 19:51 Uhr
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Hörsaal der Universität Halle-Wittenberg

Absolventen von Hoch- und Fachschulen haben deutliche bessere Arbeitsmarktchancen als Arbeitsuchende mit anderen Abschlüssen. (FOTO: DPA/ARCHIV)

Von Eckhard Jäckel
Absolventen von Hoch- und Fachschulen haben deutliche bessere Arbeitsmarktchancen als Arbeitsuchende mit anderen Abschlüssen. 2011 waren rund 68 500 Akademiker in Sachsen-Anhalt sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Halle (Saale)/MZ. 

Das ist ein Anstieg von 3,7 Prozent seit 2001. Damit entwickelt sich die Beschäftigung von Akademikern überdurchschnittlich. Denn im gleichen Zeitraum nahm die Zahl aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bundesland um 6,1 Prozent ab. Darüber informierte am Dienstag die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt / Thüringen der Bundesagentur für Arbeit in Halle.

Nachholbedarf im Bundesvergleich

Bei der Beschäftigung von Akademikern liegt Sachsen-Anhalt allerdings deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Akademiker im gleichen Zeitraum um 27,1 Prozent auf über drei Millionen. Unter den beschäftigten Akademikern in Sachsen-Anhalt dominieren die Bürofachkräfte, Ingenieure, Lehrer und Dozenten sowie Ärzte und Apotheker.

2011 waren in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt 6 000 Hochschul- und Fachhochschulabsolventen ohne Job. Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosigkeit unter Akademikern um 6,6 Prozent. Damit liegt Sachsen-Anhalt etwas über dem Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit sank die Zahl der arbeitslosen Akademiker im gleichen Zeitraum nur um 5,6 Prozent.

Seltener langzeitarbeitslos

Die meisten gemeldeten Arbeitslosen gab es 2011 bei den Ingenieuren, den Betriebs- und Volkswirten sowie bei den Geisteswissenschaftlern. Dennoch lag die Arbeitslosenquote unter den Akademikern mit rund vier Prozent deutlich unter der allgemeinen Arbeitslosigkeit, die im Jahresschnitt 11,6 Prozent erreichte. Auch würden Akademiker seltener langzeitarbeitslos.

"Studieren lohnt sich in jedem Fall", sagte Lutz Mania, Geschäftsführer der Regionaldirektion. Der Arbeitsmarkt für die Akademiker entwickele sich sehr positiv.