Scott Thompson: Keine Abfindung für zurückgetretenen Yahoo-Chef

15.05.2012 10:01 Uhr
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Yahoo-Chef Scott Thompson

Scott Thompson hatte den Posten als Chief Executive Officer (geschäftsführender Vorstand) bei Yahoo im Januar 2012 angetreten. (FOTO: DPA)

Für seine vier Monate auf dem Chefsessel von Yahoo erhält der am Sonntag zurückgetretene Scott Thompson keine Abfindung.
New York/dapd. 

Das geht aus Dokumenten hervor, die der angeschlagene Internetkonzern am Montag vorlegte. Seinen Bonus von 1,5 Millionen Dollar (1,17 Millionen Euro) und mit einer Sperrfrist versehene Belegschaftsaktien im Wert von 5,5 Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro), die er bei seinem Amtsantritt bekam, darf Thompson behalten. Damit will Yahoo ihn auch für die Verluste entschädigen, die er durch die Aufgabe von Zuschüssen seines ehemaligen Arbeitgebers Paypal erlitten hatte.

Allerdings muss der über seinen geschönten Lebenslauf gestolperte Thompson verfallbare Aktienzuteilungen im Wert von 16 Millionen Dollar aufgeben. Thompson hatte bei Yahoo ein Jahresgehalt von einer Million Dollar und hätte in diesem Jahr zusätzlich einen Bonus von bis zu zwei Millionen Dollar erhalten können. Laut seinem im Januar unterzeichneten Vertrag hätte Thompson bei einer „grundlosen“ Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anrecht auf ein Abfindungspaket gehabt. Seine Vorgängerin Carol Bartz erhielt bei ihrem Abgang ein Abfindungspaket im Umfang von über 16 Millionen Dollar. Dazu zählte eine einmalige Auszahlung von drei Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro) sowie die möglichen Erlöse aus fast 386.000 Belegschaftsaktien mit Sperrfrist und 416.000 Aktienoptionen.