Solar-Unternehmen: Sovello droht ohne Investor das Aus

05.07.2012 22:27 Uhr | Aktualisiert 05.07.2012 22:45 Uhr
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Sovello-Firmensitz in Bitterfeld-Wolfen

Blick auf den Firmensitz des Solarunternehmens Sovello in Bitterfeld-Wolfen (FOTO: DPA)

Von Steffen Höhne
Der insolvente Solarmodulhersteller Sovello aus Bittefeld-Wolfen ist aus eigener Kraft nicht mehr überlebensfähig. Die Unternehmensführung teilte am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung mit, dass für eine Fortführung des Unternehmens ein Investor nötig sei.
Bitterfeld-wolfen/MZ. 

Der insolvente Solarmodulhersteller Sovello aus Bittefeld-Wolfen ist aus eigener Kraft nicht mehr überlebensfähig. Die Unternehmensführung teilte am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung mit, dass für eine Fortführung des Unternehmens ein Investor nötig sei, sagte Betriebsratsvorsitzender Matthias Gonschorek der MZ. Derzeit liefen Gespräche mit Interessenten. "Ich bin verhalten optimistisch, dass wir einen Investor finden", so Gonschorek weiter. Ansonsten drohe die Betriebsstilllegung und der Abbau von mehr als 1 000 Arbeitsplätzen.

Doch auch mit neuem Geldgeber werden nach Einschätzung der Arbeitnehmervertreter die Hälfte der Arbeitsplätze gestrichen. Das ausgearbeitete Sanierungskonzept sieht den Abbau von 548 Stellen vor . "Ich gehe davon aus, dass diese wegfallen", erklärte der Betriebsratschef.

Erhard Koppitz, Bezirksleiter der Gewerkschaft IG BCE in Halle, sagte: "Das Bemühen von Management, Gewerkschaft und Politik muss darauf gerichtet sein, alles für eine Weiterführung des Unternehmens und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze zu tun." So könne laut Koppitz und Gonschorek die Landesregierung die Investorensuche unterstützen. Bei einem anstehenden Arbeitsplatzabbau müsse eine Lösung gefunden werden, um möglichst viele Mitarbeiter schnell wieder einen neuen Arbeitsplatz zu vermitteln. "Dabei spielt die Einrichtung einer Transfergesellschaft eine maßgebliche Rolle", so Koppitz.

Sovello hatte Mitte Mai Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Für drei Monate sichert das Insolvenzgeld die Löhne der Mitarbeiter.