Tarifstreit: S-Direkt-Mitarbeiter streiken in Berlin

21.08.2012 16:35 Uhr
Demonstration der Angestellten von S-Direkt in der Grenzstraße in Halle. (ARCHIVFOTO: SILVIO KISON) 
Im Tarifstreit beim Sparkassen-Callcenter S-Direkt in Halle machen die Beschäftigten weiter Druck. Rund 150 Streikende wollen an diesem Mittwoch nach Berlin kommen, wie Verdi- Verhandlungsführer Stefan Wittmann am Dienstag ankündigte.
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Berlin/Halle (Saale)/dpa. 

Die Delegation zieht um 11.30 Uhr vor die Zentrale des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbandes (OSV), in der erneut Verhandlungen für die rund 800 Beschäftigten stattfinden. Seit dem 9. Juli streiken zahlreiche Mitarbeiter des Callcenters. Die Gewerkschaft fordert einen Haustarifvertrag und einen Mindeststundenlohn von 8,50 Euro.

„Der Konflikt ist durch das unnachgiebige Verhalten der Arbeitgeber eskaliert“, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch. S-Direkt hatte in der Vergangenheit erklärt, die geforderten 8,50 Euro zu zahlen, jedoch frühestens von Dezember 2013 an. S-Direkt betreibt mit Hauptsitz in Halle ein Call-Center, das für Sparkassen- Filialen bundesweit unter anderem Marktforschung macht, Termine mit Kunden vereinbart und im Notfall Kreditkarten sperrt.