Tarifverhandlungen: Lufthansa-Flugbegleiter streiken vorerst nicht

17.08.2012 14:02 Uhr
In dem Tarifkonflikt geht es offiziell nur um die Gehälter und Gewinnbeteiligungen von rund 18.000 Flugbegleitern, eigentlich aber um die künftige Aufstellung der Lufthansa. (FOTO: DPA) 
Die 18.000 Flugbegleiter der Lufthansa werden vorerst nicht streiken. Die Fluggesellschaft habe am Donnerstag bei einer neuen Verhandlungsrunde ein neues Angebot „für Anfang nächster Woche“ angekündigt, sagte der Verhandlungsführer der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO.
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Frankfurt/Main/AFP. 

Die 18.000 Flugbegleiter der Lufthansa werden vorerst nicht streiken. Die Fluggesellschaft habe am Donnerstag bei einer neuen Verhandlungsrunde ein neues Angebot „für Anfang nächster Woche“ angekündigt, sagte der Verhandlungsführer der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO, Dirk Vogelsang, am Freitag in Frankfurt am Main. Dieses Angebot wolle die Gewerkschaft „kurzfristig bewerten“.

Das neue Angebot der Lufthansa solle „bis spätestens Mittwoch“ kommen, sagte Vogelsang. Mit dem neuen Angebot solle ausschließlich um Fragen der Vergütung verhandelt werden. Zuvor habe UFO am späten Donnerstagnachmittag die Beendigung der Verhandlungen über das bisherige Angebotspaket beschlossen. Dann habe die Lufthansa das neue Angebot angekündigt, in dem es um Vergütungen gehen solle. Dadurch gebe es jetzt noch „kein formales Scheitern der Tarifverhandlungen“.

Die Tarifverhandlungen zwischen Lufthansa und UFO hatten sich über Monate hingezogen. Die Gewerkschaft hatte im April fünf Prozent mehr Lohn für die 18.000 Beschäftigten an Bord der Lufthansa-Flugzeuge gefordert. Daneben wollte die Gewerkschaft einen Verzicht auf Leiharbeit sowie Regelungen zu einer Beteiligung am Gewinn der Lufthansa. Kürzlich hatte die Mehrheit der in UFO vertretenen Flugbegleiter für Streiks gestimmt, sollte es zu keiner Einigung mit der Fluggesellschaft kommen.