Tarifvertrag: In der Chemie steigt der Lohn um 4,5 Prozent

24.05.2012 20:59 Uhr | Aktualisiert 24.05.2012 21:30 Uhr
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Chemieanlagen in Leuna (Saalekreis)

Chemieanlagen in Leuna (Saalekreis) (ARCHIVFOTO: HORST FECHNER)

Die 550.000 Beschäftigten der deutschen Chemieindustrie erhalten 4,5 Prozent mehr Geld. Darauf haben sich die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC am Donnerstag in Berlin geeinigt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 19 Monaten.
Berlin/afp. 

Für den ersten Monat werde die Tariferhöhung jedoch nicht gezahlt. Zudem tritt sie gestaffelt in Kraft.

In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Bezirk Nordrhein gelte die Vereinbarung ab dem 1. Juli, wie die Tarifparteien mitteilten. In Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, West-Berlin, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen träten die Regelungen ab August in Kraft. Das Saarland und der Bezirk Ost folgten im September.

Vereinbart worden sei zudem auch, dass Betriebe flexibel Wochenarbeitszeiten zwischen 35 und 40 Stunden mit einzelnen Mitarbeitern oder ganzen Belegschaften vereinbaren könnten, teilten die Tarifparteien mit. Damit sollen Unternehmen auf Personalengpässe, etwa wegen Fachkräftemangel, reagieren können. Die reguläre Arbeitszeit der Branche betrage aber weiter 37,5 Wochenstunden, betonte die IG BCE.