So viele Schirmherren fanden die Reudener Bienenkinder. Sie setzten ihr Programm im Bienengarten bei strömendem Regen fort. (FOTO: FLORIN KAUTZ)
Ausgerechnet während des Eröffnungsprogramms ist der Regen im Bienengarten am Zeitzer Georgius-Agricola-Klinikum immer heftiger geworden. Doch die Bienenkinder der Kindertagesstätte Reuden unterbrachen ihr Programm zum zehnjährigen Jubiläum des Bienengartens nicht. "Da brauchen wir noch ein paar Schirme", sagte Landtagsabgeordneter Arndt Czapek (CDU) und sorgte mit ein paar anderen kräftigen Händen dafür, dass die Mädchen und Jungen gut beschirmt wurden.
Ehrenurkunden überreicht
Das Sommerfest am Samstagvormittag war ein besonderes. Gefeiert wurden zehn Jahre Bienengarten am Klinikum in Zeitz. Das hatte Politprominenz angezogen, aber auch sehr viele Gäste, die den Bienenlehrgarten kennen und lieben, Patienten und Mitarbeiter. Dankesworte und Glückwünsche wurden noch im Trockenen gewechselt. Der Gesangverein Theißen war bereits in den schmucken Kostümen aufmarschiert, im Festzelt saßen die Gäste dicht an dicht. Der erste Kuchen wurde verkauft, die Kinder zogen auf Entdeckungstour - zum Basteln, Schminken, Reiten. Natürlich lies es sich Gottfried Hentschel, Vorsitzender des Imkervereins von Zeitz und Umgebung von 1895, nicht nehmen, alle Gäste zu begrüßen. Ist doch der Bienengarten bei aller Unterstützung sein Werk, hängt sein Herzblut daran. Dafür gab es denn auch eine Ehrenurkunde aus den Händen von Falko Breuer vom Imkerverband Sachsen-Anhalt. Eine zweite Urkunde überreichte Breuer an Lars Frohn, seit Jahresanfang Geschäftsführer beim Klinikum Burgenlandkreis. Denn ohne Unterstützung und Zustimmung des Krankenhauses in Zeitz gäbe es den Bienengarten schließlich nicht. Frohn widmete die Urkunde ausdrücklich seinem Vorgänger Gerd Holland, der die ersten Schritte des kleinen blühenden Paradieses begleitet hatte.
Erfreulich und fast ein wenig ungewöhnlich war es schon, dass der Landesverband Sachsen-Anhalt zu den Gratulanten gehörte, denn die Zeitzer Imker sind in Thüringen organisiert. Landtagsabgeordneter Czapek schmunzelte an dieser Stelle. Er hatte Breuer in Magdeburg getroffen und ein wenig mit dem Ellenbogen angestoßen - in Richtung Zeitz gestupst. Doch auch der Thüringer Verband war vertreten. Lutz Landgraf schwärmte geradezu vom Engagement Gottfried Henschels. Warum die Zeitzer zum Thüringer Verband gehören? "Wir kennen uns schon lange, es liegt vielleicht etwas in der Tradition."
Einladung zum Rundgang
Viele Worte, viele Wünsche. Den Besuchern wurde es nicht langweilig. Christiane Brauer nickte. "Ich finde es gut, dass Landrat Reiche gekommen ist und sich bei den Beteiligten bedankt", sagte sie, "auch dass er den Geschäftsführer mal gezeigt hat und etwas zum Klinikum gesagt, wir fanden das sehr interessant." Da ging ihre Familie ja auch noch davon aus, dass anschließend noch viel Zeit zum Rundgang im Bienengarten und Umschauen bleiben würde. Eine Hoffnung, die der Regen dann zunichte machte. Doch den Bienengarten kann man ja jederzeit entdecken, wie Hentschel empfahl.