Am Heck-Träger im Rad- und Wanderbus finden acht Räder Platz. Getestet wurde das zu Saisonbeginn auf der Haynsburg. (FOTO: CORINA WUJTSCHIK)
Die einheimische Gästeführerin Elisabeth Sparmann erzählt Wanderern die Geschichte darüber. Wer an dieser Wandertour, die am Sonntag, 3. Juni, gegen 11 Uhr, direkt am Spielplatz Breitenbach beginnt, teilnehmen will, kann dorthin mit dem Rad- und Wanderbus gelangen. Dessen Saison hat Anfang Mai für dieses Jahr begonnen. Auch Radler sind willkommen. Auf dem Heck-Träger am Bus können acht Räder mitgenommen werden. Die Abfahrt vom Busbahnhof Zeitz beginnt am Sonntag 10.27 Uhr. Nach dem Fahrplan wird an allen Haltestellen der Linie 827 gehalten. Ankunft an der Bushaltestelle am Spielplatz in Breitenbach ist 10.52 Uhr, wo die Wanderung beginnt. Nach zwei Stunden kann in der Gaststätte "Zur Kempe" gegessen werden oder die Pedalritter machen sich auf den Weg mit dem Fahrrad und erkunden den Droyßiger-Zeitzer Forst. Eine Rückfahrt mit dem Rad- und Wanderbus auf der Linie 827 von der Bushaltestelle in Breitenbach ist 14.58 Uhr möglich, Ankunft am Busbahnhof Zeitz 15.27 Uhr.
Doch das ist nur eine Gelegenheit, den Rad- und Wanderbus "Weiße Elster" bis 31. Oktober zu nutzen. Dank der regionalen Förderung der Busunternehmen, dem Burgenlandkreis und der Gemeinde Elsteraue und der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst fährt der Bus mit dem speziellen Anhänger sonnabends, sonntags und feiertags von Profen über Zeitz nach Breitenbach und Wetterzeube. Zweimal an diesen Tagen gibt es zudem von Wetterzeube Anschlüsse bis ins Mühltal, nach Eisenberg und zurück.
Das Interesse für Wanderer und Radfahrer ist auch in Leipzig geweckt worden. Die Interessierten aus Sachsen kommen mit dem Zug aus Leipzig, steigen am Bahnhof Profen aus und nutzen dann den Rad- und Wanderbus. Das gibt ihnen die Gelegenheit, nicht nur den Elsterradweg zu nutzen. Die Gemeinde Elsteraue mit Predel, Reuden, Draschwitz und Bornitz zwischen der Stadt Zeitz und Meuselwitz im Osten und Pegau im Norden kann gefunden werden. Die Region hat mehr als 100 Jahre Bergbaugeschichte zu bieten.
In Zeitz als Dom- und Residenzstadt an der Weißen Elster kann gestoppt werden. Da lohnt sich nicht nur ein Besuch der Moritzburg als frühbarocker Prachtbau.
Wer mit dem Rad- und Wanderbus den Zeitzer Forst erkunden will, kann dort an vier interaktiven Naturerlebnis- und Feldstation anhalten. Ziel ist es hier auch, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu sensibilisieren für den Naturschutz. Dafür bietet die Natur- und Umweltschule Wethaus auch Führungen und Vorträge an.
Von der Bushaltestelle in Raba kann gewandert werden zur Schneidemühle bis zur Haynsburg. Dort gibt es das Heimatmuseum, der Turm kann bestiegen werden und Führungen durch die Burg bis zum Wetterkreuz und Freidenkerfriedhof.
Es lohnt sich aber auch, in Schkauditz auszusteigen und die romanische Kirche zu besichtigen. Von dort aus kann gewandert oder geradelt werden bis zum Ziegenhof Schleckweda. Zahlreiche Wanderwege sind ausgeschildert. In Koßweda kann der Aussichtsturm auf dem Sachsenberg benutzt werden. Eine Pause lohnt sich auch im Schlosspark Droyßig, da sind auch zwei Braunbären in ihrem Gehege zu entdecken.