Mitarbeiter der Landesstraßenbaubehörde beräumen den Durchlass an der L 193 bei Döbitzschen. (FOTO: PRIVAT)
Die Bürger des Ortes Döbitzschen werden auch in Zukunft weiter um ihr Hab und Gut bangen, wenn es starke Niederschläge gibt. Denn erst im Jahr 2013 sollen nach jetziger Planung die Arbeiten zur Instandsetzung des Durchlasses unter der Landesstraße 193 kurz vor dem Ortseingang beginnen. Das sagt Mike Greiner-Pachter, Fachbereichsleiter Betrieb und Verwaltung bei der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB). Sie ist zuständig für den Durchlass unter der Landesstraße.
Bereits am Mittwoch sorgte der Regen für Ärger. Aufgrund der starken Niederschläge wurde viel Laub und Geäst im Graben mitgerissen, das sammelte sich an den zwei kleinen Rohren, die unter der Landestraße durchführen. Das Geröll verstopfte diese und beinah wäre der Graben übergelaufen. Das Wasser wäre vermutlich aufgrund des leichten Gefälles ins Dorf geflossen. Anwohner sahen schon ihre Grundstücke das dritte Mal binnen eineinhalb Jahren unter Wasser stehen.
Antje Klenke, Geschäftsführerin des Unterhaltungsverbandes Weiße Elster (UHV) schätzte gegenüber der Zeitzer Zeitung ein, dass ein größerer Durchlass das Anstauen verhindert hätte. "Je größer der Querschnitt, umso besser hätte es das Laub mitgespült", so die Fachfrau. Dabei gab es Anfang letzten Jahres noch einen größeren Durchlass, der wurde aber von der LSBB provisorisch verkleinert. Zum Ärger der Bürger, der Gemeinde und des UHV - alle warnten davor, dass die Rohre nun zu klein seien. Und behielten Recht. Aber: "Der Durchlass war zum Zeitpunkt der provisorischen Instandsetzung in seiner Tragfähigkeit massiv eingeschränkt. Um eine Sperrung der Landesstraße zu verhindern, wurden in das bestehende Profil des Durchlasses Rohre eingebracht, welche dann verdämmt wurden, um ein Einbrechen des Bauwerkes zu verhindern", erklärt Greiner-Pachter. So konnte die Verkehrssicherheit weiter gewährleistet und abgesichert werden, dass Niederschlagswasser abfließt.
Derzeit sei man dabei, die Instandsetzung zu planen, sagt Greiner-Pachter. Bis dahin wird es verstärkte Kontrollen der Brücke durch die Straßenmeisterei geben, sie wird den Durchlass bei Bedarf beräumen.