Die schlechte Nachricht zuerst: Das für den 4. August geplante Stadtfest in Osterfeld findet nicht statt. Die gute Nachricht: Das Fest wird nur verschoben, einen genauen Termin gibt es allerdings noch nicht.
Grund für die Terminverschiebung ist die Tatsache, dass das Schützenhaus, wo im und um die Einrichtung herum gefeiert werden sollte, bis zum 4. August nicht fertig wird. "Keiner hat geahnt, was alles auf uns zukommt, doch wir haben jetzt gesagt, wenn wir es schon machen, dann machen wir es richtig", sagt Lothar Pietsch, Chef der Interessengemeinschaft der Osterfelder Vereine.
Seit Anfang April wird im seit Jahren leerstehenden Osterfelder Schützenhaus gebaut. Weil die Stadt kein Geld hat, haben sich Mitglieder von Vereinen der Stadt bereiterklärt, in Feierabendarbeit den Saal des städtischen Gebäudes wieder so herzurichten, dass er für Veranstaltungen genutzt werden kann. An jedem Montag ab 17 Uhr haben seitdem vor allem Mitglieder der Osterfelder Feuerwehr, des Fanfarenzuges, des Kleintierzuchtvereines und der Interessengemeinschaft mit Hand angelegt. "Wir sind mit Resonanz auf die Arbeitseinsätze ganz zufrieden. In einem Beirat werden die Arbeiten geplant und festgelegt, wie viele Leute gebraucht werden", erklärt Pietsch.
Noch gibt es viel zu tun, viel wurde aber auch schon geschafft. Die Bühne hat jetzt wieder Fenster. Die wurden einst zugemauert und sind jetzt wieder eingesetzt worden. Die Wände des Saals sind tiefengrundiert, werden jetzt aufwändig gespachtelt, um die Unebenheiten zu beseitigen, und werden gestrichen. In Beige und Mintgrün soll der Saal demnächst erstahlen, hat man sich geeinigt. Auch die einst mit dunklem Siegellack gestrichene Decke, wurde mühevoll abgeschliffen und trägt bereits die erste weiße Farbschicht. Auch der Dekostoff für den Bühnenvorhang ist ausgesucht und wird von Frauen genäht. "Wir werden letztendlich weit über 10 000 Euro hier verbauen", schätzt Lothar Pietsch, wobei die Kosten vor allem von den Vereinen oder von Osterfelder Firmen getragen werden. "Elektrik, Heizung, Fliesen- wir zahlen das Material, die Arbeitsleistung stellen die Firmen zur Verfügung oder wir haben eben selber Handwerker in unseren Reihen", berichtet Pietsch.
Er glaubt, dass man noch gut zwei Monate zu tun habe, um den Saal in so einen Zustand zu versetzen, dass Einweihung und eben das Stadtfest gefeiert werden können. Allerdings wird man zu dem Zeitpunkt noch auf vorhandene Sitzgarnituren und nicht auf eine neue Bestuhlung zurückgreifen müssen. "Denn die Bestuhlung ist noch einmal ein zusätzlicher Kostenpunkt, für das wir den Geld erst einmal zusammenbekommen müssen", sagt Pietsch. Zwischen 8 000 und 10 000 Euro sind dafür veranschlagt. Wenn das Haus fertig ist, soll es auch für Familien- und Betriebsfeiern vermietet werden.