Nur im südlichen Bereich des Osterfelder Marktes bieten die Gebäude einen schönen Anblick. (FOTO: WUJTSCHIK)
Seit der Sanierungsträger Kewog in der April-Sitzung des Osterfelder Stadtrates seine Studie über die Entwicklungsperspektiven und die Vermarktungschancen leerstehender Grundstücke im Innenstadtbereich vorgestellt hat, ist die Stadt bemüht die Belebung der Innenstadt zu forcieren. Immerhin befinden sich auf der Nordseite des Marktes sowie im Steinweg insgesamt sieben Objekte, die nicht nur leer stehen, sondern auch aufgrund des Zustandes das Stadtbild schmälern und schon häufig Anlass zur Kritik waren. "Aufgrund des Zeitungsberichtes über die Studie hat sich jemand gemeldet, der uns als Stadt mit seinen Vorschlägen unterstützen will", berichtet Bürgermeister Gerd Seidel (SPD). Ein erstes Gespräch, an dem auch die Ausschuss- und Fraktionsvoritzenden teilgenommen hätten, habe es gegeben. "Für uns war es vor allem interessant zu sehen, wie ein Außenstehender manches bewertet und wie er unsere Stadt entdeckt", meint Seidel.
Es sei zwar für den Juli ein weiteres Gespräch anberaumt, doch es sei zu früh für konkrete Aussagen. "Wir werden einen langen Atem brauchen. Das ist ähnlich wie mit dem Kanalbau, der jetzt nach so vielen Jahren gestartet ist und der natürlich der Stadt die Chance gibt, endlich Straßen und Wege in Ordnung zu bringen", so Seidel. Die Studie, in die die Stadt immerhin rund 4500 Euro investierte, werde nicht in der Schublade verschwinden, sondern man werde an der Entwicklung der Innenstadt dranbleiben. Doch noch sei Verschiedenes auch mit den jetzigen Eigentümern der Grundstücke zu klären. Etwa wie hoch die Grundschuldbelastungen auf manche Grundstücke noch sind.
Denn eines hat die Studie zutage gebracht: Die Eigentümer haben zwar Verkaufsbereitschft signalisiert, doch aber auch klar gemacht, dass sie zu keinerlei Initiative bereit sind. Mit anderen Worten, wenn die Stadt sich nicht müht, werden sich die Objekte auch in den nächsten Jahren nicht verändern. Dabei stehen manche Gebäude schon zwanzig Jahre leer und weisen besonders in den Nebenanlagen eine marode Bausubstanz auf. Ein Vorschlag in der Studie zielt unter anderem auf den Bau seniorengerechter Wohnungen ab.