Burgenlandkreis: Unterstützung von Gauck erwünscht

07.05.2012 18:59 Uhr | Aktualisiert 07.05.2012 19:41 Uhr
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Von karin Grossmann
Frank Jacob, der Bürgermeister vom Wetterzeube, hat einen Hilferuf an den Bundespräsidenten Joachim Gauck versandt. Gauck soll demnach dem Gemeinderat Wetterzeube helfen, dass die Grundschule nicht geschlossen wird.
wetterzeube/MZ. 

Frank Jacob (parteilos), der Bürgermeister vom Wetterzeube, hat jetzt in Sachen Grundschule einen Hilferuf an den Bundespräsidenten Joachim Gauck versandt. Gauck soll demnach dem Gemeinderat Wetterzeube helfen, dass die Grundschule mit zurzeit 71 Schülern im Schuljahr 2013 / 14 nicht geschlossen wird. Dafür hatten die CDU-Fraktion, die Fraktion aktive Bürger und die Fraktion Schnaudertal einen Antrag gestellt, um die Grundschulbezirke zu ändern.

Hintergrund für die Schließungspläne ist, dass man sich in der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst auf die Grundschule Droyßig konzentriert. Sie wird für 350 000 Euro gekauft, wofür ein Kredit aufgenommen werden muss. Dann sollen für die Sanierungskosten von 700 000 Euro Fördermittel aus dem Programm "Stark III" genutzt werden.

Antrag wieder auf dem Tisch

Morgen liegt der Antrag noch einmal auf dem Tisch des Verbandsgemeinderates. Da wird auch entschieden, ob das Bürgerbegehren zum Erhalt aller vier Grundschulen, für das die Bürgerinitiative Unterschriften gesammelt hat, zulässig ist. Dann muss ein Bürgerentscheid innerhalb von drei Monaten stattfinden. Wenn die Wetterzeubener Grundschule geschlossen werden soll, würde der Gemeinderat Wetterzeube in letzter Instanz auch den Austritt aus der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst beschließen und den Beitritt in die Thüringer Nachbargemeinde Heideland-Elstertal in Erwägung ziehen", bestätigt Bürgermeister Jacob.

Zeitnahes Gespräch mit Dieter Stier

Eine Antwort hat er von Gauck noch nicht erhalten, aber vom CDU-Fraktionsvorsitzenden des Landtages André Schröder. Es sei Aufgabe des Verbandsgemeinderates zu entscheiden, schreibt der. Der grüne Landtagsabgeordnete Dietmar Weihrich spricht von kleinen und ortsnahen Schulstandorten, die flexibler sind und Transportkosten vermeiden, und er will sich mit Jacob treffen. Um einen Lösungsweg zu finden, will auch der Bundestagsabgeordnete Dieter Stier (CDU) mit Jacob zeitnah Kontakt aufnehmen.