Eine Viruserkrankung der Binde- und Hornhaut des Auges geht gegenwärtig um. 111 Fälle wurden dem Gesundheitsamt des Burgenlandkreises bereits gemeldet, informiert die stellvertretende Amtsärztin Ina Schmidt. Eine Häufung der Fälle wurde besonders in Zeitz festgestellt. Aber auch eine Quelle in Halle wird vermutet.
Im vorigen Jahr gab es keinen einzigen derartigen Fall. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr ist die Erkrankung meldepflichtig. Spätfolgen können Hornhauttrübungen sein, die das Sehen langfristig beeinträchtigen.
Die Krankheit äußert sich mit Rötung des Auges, Tränenfluss, Juckreiz und Lidschwellung, erläutert Schmidt. Die Betroffenen reiben sich die Augen und haben dann den Virus an der Hand. Durch Schmier- und Tröpfcheninfektion wird er weitergetragen. Es gibt recht geringe Therapiemöglichkeiten. Nur die Symptome können etwas gelindert werden. Nach zwei bis vier Wochen klingt die Krankheit ab.
Maßnahmen zur Prävention und Hygiene stehen im Vordergrund, um die Ausbreitung der Infektion zu stoppen. Häufig die Hände waschen oder sie sogar desinfizieren, nicht mit anderen gemeinsam ein Handtuch nutzen und verhindern, das man etwas anfasst, was andere auch nutzen, so die Empfehlung der Ärztin.