Jessica Walther trainiert mit den Jüngsten den Indianertanz. (FOTO: HELGA FREUND)
Die hat die große Gruppe beim Mittsommerfest im Schlosspark der Moritzburg in Zeitz zum ersten Mal getragen, sagt Jessica Walther und zieht sie an.
Die 20-Jährige tanzt aber nicht nur leidenschaftlich seit ihrem fünften Lebensjahr. Jetzt trainiert sie im Kunst-, Kultur- und Theaterverein (KuK) der Stadt Zeitz drei Gruppen, die der Zeitzer Sternschnuppen, die sie erst vor einem Jahr gegründet hat. Im Schuppen, dem Haus der Jugend von Zeitz, gibt sie ihre 15 Jahre lange Tanzerfahrung weiter.
Immer dienstags beginnt sie um 16 Uhr mit den Jüngsten. "Die sind erst drei bis fünf Jahre", sagt sie, freut sich über das Interesse. Schließlich habe auch sie in dem Alter angefangen. Und sie würde gern ihre Ideen an die Kinder weitergeben.
Und sie weiß, wie man diese sportliche Sache weitergibt. Schließlich sollen die Mädchen in diesem Alter schon Tanzschritte, die Jessica sich selbst ausdenkt, schnell lernen und diese auf der Bühne präsentieren. Außerdem sollen sie sich bei der Bewegung wohlfühlen. "Die Kinder sollen dabei vor allem Spaß haben", sagt sie. Sie weiß, wovon sie redet. Wenn sie beim Tanzen keinen Spaß haben, würden sie es nach 15 Jahren nicht mehr tun.
Für sie ist es ein Problem, jeden Dienstag zu den Trainingsstunden von Erfurt nach Zeitz zu fahren. Nach dem Abitur im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Zeitz studierte sie in Erfurt Lehramt für Mathematik und Germanistik. Die Tanzschritte macht sie schon der jüngsten Gruppe der Sternschnuppen vor und lächelt wie immer. Es ist der Indianertanz nach dem bekannten Lied "Komm hol das Lasso raus". Nach einer Dreiviertelstunde ist das Training für die Vorschulkinder zu Ende.
Zum Sachsen-Anhalt-Tag in Dessau werden sie nicht auftreten. Der Weg für die Mädchen wäre zu weit. "Aber beim Zuckerfest in Zeitz im September gehen sie auf die Bühne", verspricht die Trainerin den Mädchen und deren Eltern, die sie zum Schuppen fahren und ihre Entwicklung sehen. Schließlich gehören den Sternschnuppem nicht nur Zeitzer an. Darüber freut sich auch die Mutter der vierjährigen Mathilda Hauschild aus Gleina.
Zur nächsten Trainingsstunde wartet schon die Kindergruppe. Acht- bis zwölfjährige Mädchen gehören dazu. Die treten auf der Regionalbühne Halle-Saale-Unstrut in Dessau-Roßlau auf der Zerbster Straße / Rabestraße auf. Gemeinsam mit der großen Gruppe der Zeitzer Sternschnuppen, den 16 bis 20-jährigen Mädchen, zu denen auch Jessica Walther als Tänzerin und Trainerin gehört, werden sie am Sonnabend, 7. Juli, 15.30 Uhr eine halte Stunden tanzen. "Wir wollten ungedingt dabei sein und den Burgenlandkreis vertreten", sagt sie. Und ihre Sternschnuppen sollen mal auf einer anderen Bühne, weit weg von der Heimat, zeigen, was sie können. Schließlich können sie sich dort auch andere Tanzauftritte anschauen und Ideen davon mitnehmen.
Mit Kostümen, die ihnen und den Besuchern Spaß machen, wollen sie die aber auch mal herausfordern, sich selbst zu bewegen. Schließlich sei das Tanzen eine gute sportliche Sache, sagt die eigentlich immer lächelnde Trainerin, die eigentlich überhaupt nicht aufhören will, und sich damit auch fit hält. Und das geht eigentlich allen großen Sternschnuppen genau so. Und den Besuchern, die sie beim Tanzen auf der Bühne sehen.