Sprecher der Gruppe ist Rudolf Stöver. Und er bringt das Anliegen in einem Satz auf den Punkt: "Zeitz muss wirtschaftlich auf die Beine kommen, wir brauchen Arbeitsplätze."
Erst mal gründlich umgeschaut
Leerstand ist schädlich und am schlimmsten sind die alten Industrie- und Gewerbegebiete. Vor diesem Hintergrund suchte Stöver Kontakt zu Stadträten und Verwaltung. "Wir haben die Fraktionen angesprochen, wer mitarbeiten würde", sagt er, "es gab auch von fast allen Fraktionen Interessenbekundungen." Dann habe man sich das Stadtgebiet gründlich angeschaut. Schließlich weist auch das Stadtentwicklungskonzept als Schwerpunkt die gewerbliche Entwicklung aus. In Zeitz gibt es zwei, drei größere Unternehmen, mittlere und kleine Firmen und die Gewerbegebiete. "Dort gibt es noch Grundstücke, die nicht genutzt werden", sagt Stöver, "aber laut Flächennutzungsplan wären Industrie und Gewerbe auch in den Mischgebieten möglich." Aber das seien fast ausschließlich Grundstücke, die privaten Eigentümern gehören. Die wurden gefragt, ob sie im Interesse der Stadtentwicklung mit der Arbeitsgruppe zusammenarbeiten. Und außerdem wurden die Grundstücke, die in Frage kämen, genau analysiert. "Auf einem kleinen Teil befinden sich Ruinen", fasst Stöver zusammen, "andere ließen sich schnell nutzen." Die Liste, die daraus entstand, ging auch an die Stadtratsfraktionen.
Unabhängig von der guten Zusammenarbeit mit dem Referat Wirtschaftliche Entwicklung, für die Rudolf Stöver viele lobende Worte findet, kamen immer mehr Leute zur Arbeitsgruppe dazu: viele Ingenieure, Leute aus der Baubranche, aber auch aus dem Bereich Standortentwicklung. Und auch mit den großen Unternehmen in und um Zeitz, zum Beispiel im Industriepark, oder mit Südzucker, Zeitz Guss oder Mibrag steht die Gruppe in Kontakt. Ines Will, die Leiterin des Referats wirtschaftliche Entwicklung, und er haben sich dort vorgestellt.
Nächster Schritt ist geplant
"Jetzt haben wir mit Bauplänen angefangen", erklärt Stöver, "wir erstellen sie so, dass sie ausweisen, was man mit welchem Grundstück machen müsste, damit es interessanter für Investoren und Gewerbetreibende wird, und wie groß jeweils der konkrete Aufwand dafür wäre." Doch der nächste Schritt ist schon geplant: "Wenn es danach in die nächste Phase geht, brauchen wir Leute, die Kontakte haben, die Zeitz in der wirtschaftlichen Entwicklung helfen können." Kontakte dafür sind schon geknüpft. Aber natürlich sind neue Mitstreiter und Interessenten jederzeit willkommen.